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obere Tabelle der Temperaturen der Meeresströmung zeigt, mit der grös-sern Kälte dieser zusammen. In den Monaten der Garua (Mai bisOktober) ist die Temperatur des Meeres im Callao 17°,§, die der Luftin Lima 20",5 (also Lust wärmer als Wasser 3"). In der heiteren, wär-meren Jahreszeit (November bis April) ist die Meeresströmung 19°,rund die mittlere Temperatur der Luft in Lima 25° (also Luft wärmerals Wasser 5°,»). Die Atmosphäre, vom Nebel entblößt, nimmt also durchSonnenwirkung und Wärmestrahlung des Bodens in der heißen Jahres-zeit um 4'/?° zu, während daß die Meeresströmung nur 1°,, Wärme verliert.Diese Verhältnisse beweisen l/inlänglich, daß es nicht die geschwächte In-solation ist, welche dem Meere seine niedrige Temperatur giebt, denn zujeder Jahreszeit ist die Luft hier wärmer als das Wasser. Bei heitererAtmosphäre muß allerdings die Sonnenwärme die Kälte der Meeresströ-mung etwas verhindern, um so mehr, da die erwärmten Theile des Was-sers auf der Oberfläche bleiben, und die mittlere Temperatur von 19",«,welche man vom November bis April im Hafen bemerkt (einzelne Mo-nate geben dann sogar 22'/-°), ist gewiß gleichzeitig Folge der langsamernStrömung und der Insolation. Auch südlich von Lima erkennt man inHrn. von Dirckinck's Beobachtungen diese Zunahme der Temperatur, wennman den August (einen sehr kalten Monat) mit dem wärmeren Decemberund Februar vergleicht. Im August wurde das Meer längs der Perua-nischen Küste zwischen 13° und 17° Breite (Loug. 78° bis 79°) 16° bis17'/r" gesunden; im December war es 29'/-° bis 22'/-°; Anfang Februar22'/?° bis 24'/-°. Im Hafen Callao selbst steigt Ende Januar bisweilenselbst die Meereswärme so, daß der spanische Seekapitain Quevedo, 1803,sie nahe an der Insel Sän Lorenzo 25°,z fand, noch 3° mehr, als Hr.von Dirckinck im Anfang Januar 1825. Obgleich auf Sandbänken dieerkalteten Wasser haüfig dicke Nebel erregen, wie ich selbst erfahren, soist der Unterschied der Kälte der Meeresströmung bei Lima in der ver-hüllten und heitern Jahreszeit doch wol viel zu gering, um die Garuaals Folge der Strömung zu betrachten.
Über den eigentlichen Ursprung oder vielmehr Anfangspunkt der Be-wegung der kalten Wasser längs des Littorals von Peru hat Hr. Duper-rey ganz neüe Ansichten aufgestellt. Durch Vergleichung der Strom-Beobachtungen vieler mit Kronometern ausgerüsteten Reisenden hat diesererfahrene Seeoffizier zu erweisen gesucht, daß zwischen den Meridianendes Süd-Kaps von Neü-Jeeland und der Insel Pitcairn eine Wassermassein einer Breite von mehr als 60 Längengraden sich als „Drift« vonschmelzendem Eise und herrschenden S.S.W. Winden getrieben vom Süd-