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Erster Band.
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von Tunkin zuweilen nördlich, zuweilen südlich sein kann. Wenn ausdem Golf von Tunkin ein heftiger N.W. oder W. Wind bläst, dannströmt das Wasser gleichzeitig nach S.W. oder südlich in der Nachbar-schaft der Paracels und verursacht, durch die gegen den Wind schief lau-fende Richtung, eine sehr unruhige und hohe See.

An der südlichen Küste von China ist der Strom von den Windensehr abhängig; bei heftigen S.W.-Winden laüft er längs des Gestades,doch selten mit großer Geschwindigkeit. In der Nähe und zwischen denInseln W. von Macao findet durchgängig eine westliche Strömung Statt,die von den Ausflüssen des Caiiton-Flusses verursacht wird; oft rauschtsie zwischen Macao und der Insel Sancian mit einer Geschwindigkeit von1 bis in der Stunde, nach W.S.W. und W.N.W. Diese westlicheStrömung wird indessen im S.W.-Monsun zuweilen unterbrochen, inwelchem Falle ein schwacher Oftstrom wahrgenommen wird.

Längs der Küsten von Palawan und Luzon laüft die Strömung inSüdwest Monsun durchgängig nordwärts; haüfig findet hier aber garkeine Statt, und selten fließt sie sehr stark. Bei den Baschie-Inseln setztsie zuweilen nach O., wenn heftige Westwinde andauern; meistens aberlaüft sie nördlich, oder zwischen N.N.W. und N.O.

Während der Dauer des Nvrdost-Monsuns laüft der Strom imChinesischen Meere nach S.W., mit einer Geschwindigkeit, die sich nachder Stärke deS Windes richtet; denn wenn im Anfang dieses Monsunsheftige Stürme eintreten, so ist eine Zunahme der S.W.-Strömung dieFolge davon. Hat aber die Kraft des Monsuns nachgelassen, oder weheter schwach oder mäßig, so nimmt man auch in dieser Jahreszeit oft nureine geringe oder gar keine Strömung wahr.

In den westlichen Gegenden des Chinesischen Meeres, längs derKüsten von Cochin-China und der Malaischen Halbinsel, beginnt die S.W.Strömung um die Mitte des Oktobers (an der zuerst genannten Küstebisweilen etwas früher), und dauert bis zum April. Bei der InselHainan sängt sie schon in der Mitte des Septembers an, gewinnt in derNähe des Landes unter Lat. 15° N. an Stärke, behält dieselbe bis gegenLat. 11'/-° oder 11° N. und wird weiter südwärts schwächer. Vom Pa-rallel von Lat. 14° bis zum Kap Padaran laüft diese südliche Strömungmit einer Geschwindigkeit, welche oft 40 bis 50"° und zuweilen 60-" täglichbeträgt. Bei dem genannten Vorgebirge wird sie aber schwächer undfließt mit geringerer Stärke nach dem Eingang zum Meerbusen von Siam.Im Monat März laüft der Strom bei Pulo Aor beständig nach Süden,selbst wenn schwache Ostwinde wehen oder Windstille herrscht.