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1 (1833) [Genera et species plantarum] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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CLASSiS IL SPECIES.

G emeine RIi. t). 6- 7. Die weissen ßliithen in endstäudigenSträus-sern, siisslich wohlriechend. Die Beeren schwarzroth. Findet sich mitzu drei stellenden und mit gefleckten Blattern. Ist in Deutschland ein-heimisch geworden. Dieser Strauch kann auf vielerlei Art benutzt wer-den; wegen seiner Brauchbarkeit zu Hecken ist er auch in ganz Nord-deutschiand verbreitet. Die Beeren, welche den Drosseln im Winter zurNahrung dienen, geben einen dunkelrothen Saft, den die niederländi-schen Weinhändler zur Färbung der Weine, und die Kartenmacher zurIlluminirung der Karten auwenden. Der dunkelrothe Absud derselbengeht leicht in Gährung über, wo er angenehm weinsäuerlich riecht, undverdiente daher weitere Versuche. Die Kerne liefern ein brauchbares Oel.Rinde und Holz geben der Wolle gelbliche Farben. Die geschmeidigenZweige benutzt der Korbmacher; die starkem Aeste und den Stammkann der Drechsler gut gebrauchen. Vorzüglich gern halten sich diespanischen Fliegen auf diesem und andern verwandten Gewächsen auf.Er lässt sich durch Saamen, Ableger und Stecklinge leicht fortpllanzen.ln den Apotheken fand man: Ligustri flores, folia. Doch sind siefastnicht mehr gebräuchlich.

Phillyrea, Steinlinde.

40. Pb. me dia L. foliis oblongo-ovatis subintegerri-mis serratisve. Ph. ligiislrifolia Axt. Gaektk. 2. t. 92. f. 5.

Mittlere St. !)• 3. 4. Die kleinen ßlüthen sind blassgelb, und bil-den Trauben, die in den ßlattwinkeln stehen. Sie trägt eirunde schwarzeBeeren. Litorale, Friaul.

41. Pi), latil’olia L. foliis ovalo-cordatis serralis.Ci. spinosa, Ph. latif. Willd. ß. Lamakk illust. 8. f. 3. ß.ob-lixpia, Ph. latif. Willd. f.

Br ei t b lä t tr i g e St. 1). 3. 4. Unterscheidet sich von voriger durchdie breitem, kurzem, stumpfern und deutlicher sägezähnigen Blätter.Sie ist immer grün und findet sich bei der vorigen.

42. Pli. angustifolia L. foliis Uxieaii lanceolalis in—tegenimis. Lamakk.. illust. t. 8. f. 3.

Sch malblättrige.St. fi. 3. 4. Die kleinen weisslichen Blüthenkommen aus den ßlattwinkeln büschelweise hervor. Die Blätter obenhochgrün und glänzend, am Rande fein punktirt und glatt, ln Italien,Istrien, am Monte Maggiore. Man giebt folgende Abarten an: Philly-rea lanceolata, mit lanzetformigen Blättern und glatten Aesten; Phill.rosmarinifolia , mit lanzetpfrimenförmigen Blättern und geraden Zwei-gen ; Ph. brachiata , mit länglich-lanzetförmigen kürzere Blättern undsperrigen Zweigen. — Die Zweige von No. 40. geben gelbe Farben auf