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1 (1833) [Genera et species plantarum] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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415
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ORDO I. 415

nen Stachelhaaren besetzt. Von ihr hat man die meisten Spielarten.An Zäunen und in Gärten fast in ganz Deutschland.

>£ 1105. R. Diocanthn L. nculeis gcminis slipu-laribus, foliis cuneifbrim-lriparlitis denlatis, floribus rnce-mosis. Palt., ross. 2. t. 66. ej. i(. RI. npp. 1. 2. f. 2.

P aa r s t a cli eli g e St. 1). 5. Sie wird 5 — 6 Fuss hoch. Am Ur-sprung jedes Zweiges und an der Basis jedes Blattstiels stehen :2 pfrie-menförmige Stacheln einander gegenüber. Die langgestielten Blätter ste-hen abwechselnd und sind glänzend; dabei auf der untern Fläche weitheller grün, als auf der obern. Auf jeder Seite hat der Blattütie! eineoder zwei stumpfe, zahnförmige Verlängerungen. Die hellgrünen Blüthenbilden in den Blattwjnkeln kleine Trauben. Die Früchte hat man nochnicht beobachtet. In Sibirien.

Der mannichfaltige Nutzen, den die gemeine J. gewährt, 'hat sie zueinem wichtigen Gegenstände der Cultur gemacht und sie ist dadurchsehr veredelt worden. Man isst die Beeren roh, getrocknet , mit Zu-cker eingemacht; man bäckt sie in Kuchen, macht Gelöe, Gefrornesund einen ganz vortrefflichen Wein daraus. Man lässt in dieser Ab-sicht die Beeren völlig reif werden und bis in den He.rbst hängen.Dann presst man den Saft heraus, vermischt ihn zu gleichen Theilenmit AVasser und setzt auf 2 Mas ein halb Pfund Zucker hinzu. DieseMischung füllt man auf ein kleines Fass, und füllt es täglich voll, solange die Gäbrung dauert. Dann lässt man das zugespundete Fass6 Monat liegen und zieht hierauf den fertigen Wein auf Bouteillen, woor sich 6 — 8 Jahre lang hält. Ueberdiess geben die Beeren einenschönen Essig und die zurückgebliebenen Hefen einen starken Brannt-wein. Da dieser Strauch alle Jahr reichlich trägt und we : t wenigerAVartung bedarf als der Weinstock, so sollte man in nördlich«ai Gegen-den, wo der AVein nie völlig reif wird, Johannisbeergärten anlegen.—Der Arzt empfiehlt Beere und Saft als kühlend und der Fäulniss wider-stehend. Der Saft mit Wasser vermischt giebt einen kühlenden Trankim Soriimer. Die Blätter von 7t. rubrum und floridum werden zumEinmachen der Gurken und des Sauerkrauts benutzt. Von den Zwei-gen färbt man die Wolle nussbraun; die Beeren geben eine Nanking-farbe. In Apotheken führt man: Jlib. rubrorum baccae. — Jt. petraeumgewährt denselben Nutzen. — Der weibliche Strauch von 7t. aipinumgiebt dichte Hecken und verträgt den Schnitt. Das Holz desselben istsehr hart und zähe. Der Geruch der Beeren und Blätter von 7t. nigrumist seinem Anbau hinderlich. Die ganz reifen Beeren sind sehr wohl-schmeckend und geben einen schönen Wein, der einen Muskatellerge-schmack hat, und den man durch guten Franzbranntwein erhöhen kann.