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und Nerven glcichmässig und ohne allen Unterschiedin Anspruch nehmen. Das Leben des Parenchyms, wieder Nerven, erliegt hier gleich stark einer drittenKraft, und zwar dem überwiegenden Wurzel-Systeme(§. 27.). Die Fortschrcitung dieser Placken ist immerbei weitem unregelmässiger, als jene, die sich blos aufdas Parenchym erstreckt.
Die ccntro-pcriphcrischc Ausdehnung der Farbenkommt bei manchen Pllanzcn-Artcn ganz couslaut vor,besonders bei jenen Blättern, welche ei- oder herzför-mig sind, und sich sonst der Kreis-Form nähern.
2. Per iphero-central. Der Farbenwechscl schrei-tet zwar häufiger von der Peripherie zum Ccntrum,des Blattes vor, als umgekehrt, aber selten so voll-kommen, wie dort. Er erstreckt sich hier nicht sel-ten nach der Form der Blätter einseitig auf denhervorstechendsten Thcil derselben, ohne die übrigePeripherie in Anspruch zu nehmen. Er ist daher
a, vollkommen, und entsteht glcichmässig vonder ganzen Peripherie des Blattes;
b. unvollkommen, und entsteht nur in einemThcile der Peripherie, während der andere noch
. grün bleibt. Dieses zeigt sich wieder auf einezweifache Weise:
aa. Die Farbenumänderung geht einseitig nurvon der Spitze des Blattes aus. Dieses fin-det man vorzugsweise bei allen linieufor-migen, lancettartigcn und den mehr in dieLänge gedehnten Blattformeu;bb. die Farbenumänderung geht einseitig vonder Basis aus. Dieses pflegt zwar seltener