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2 (1833) [Classis XI. Genera. Dodecandria...] / [Dr.Johann Christian Mössler]
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CLASSIS XU.

Frumis.

Rheinufern; Ocstreich, Litorale, Knaul, Pfalz, Salzburg, Oberlausitz,Schlesien.

2148. Pr. Chatnaecerasus L. umbellis sessilibus,foliis obovatis obtusiusculis glabris glanduloso- serratis. Jaco.ic. r. 1. t. 90.

Strauchartige; K. Ostheimer Kirschbaum. t). 4. 5. Dieser6 8 Kuss hohe Strauch lässt sich zu einem kleinen Baume ziehen.Die alte, graue Rinde hat warzige Querstreifen; die jüngere ist dun-kelbraun mit rostgrauen Puukten. Die jungen Zweige hängen bogen-förmig herab. Die abwechselnden Blätter sind glänzend hellgrün, erha-ben gerippt und geadert; ihre gefurchten Stiele haben an der Basispfriemenförmige, einfach-, aber spitzig-sägezähnige Nebenblätter. Meist2, seltner 3 5 Stiele bilden einen Blüthenschirm und haben 3 4röthliche Deckblätter, die hohl und scharf gezähnt sind. Die Kelchab-schnitte sind eirundlich und rothbräunlich. Die rundlichen, hohlen Kron-blätter sind gewöhnlich am Rande gekerbt. Die 30 36 Staubfädensind einwärts gebogen. Die runden Früchte sind wässerig und herbe,veredelt aber sehr angenehm säuerlich, und werden weit grösser als diegemeinen Sauerkirschen. Auf Gebirgen in Oestreich; auf Kalkgebirgenin Franken und Thüringen. (Der Ostheimer Kirschbaum verwildert.)

2149. Pr. Cerasus L. *) umbellis subpedimcülatis,foliis ovato - lanceolatis glabris conduplicatis. Hayne Arzngtv.IV. 42. Pr. austera Khkh. B. Reit, et Ab. t. 30. Cera-sus acida Fl. Wett.

Sauerkirschbaum 1). 4. 5. Er erlangt verschiedene Grösse von8 30 Fuss, und findet sich auch als Strauch. Der Stamm steht et-was schief und die Zweige hängen gewöhnlich herab. Die schwarz-braune Rinde reisst sich in zurückgerollte Querstreifen ab. Die Blätterkommen zugleich mit den Blüthen hervor; doch entwickeln sich dieseschneller. Jene stehen wechselweise, haben kurze, rinnenförmige unddrüsenlose Stiele; sie sind glänzend dunkelgrün, am Rande rundlich,meist einfach-sägezälmig. Die Nebenblätter sind rötblich, lanzettförmigund feinzähnig. Die Blüthen stehen an den jüngsten Zweigen in 34-blüthigen Schirmen. Die glänzend violettbräunlichen Kelche sind kle-brig und haben zurückgeschlagene, lanzettförmige Abschnitte. Die weis-sen Kronblätter sind fast rund; die hohlen Deckblätter sind scharf--

gezähnig. Die grosse Steinfrucht ist kugelrund, schwarzroth und ent-

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*) Die cultivirten Arten sind weitläuftiger in meiner Flora germa-nica abgehandclt.