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CLASSIS XU.
Frumis.
Rheinufern; Ocstreich, Litorale, Knaul, Pfalz, Salzburg, Oberlausitz,Schlesien.
2148. Pr. Chatnaecerasus L. umbellis sessilibus,foliis obovatis obtusiusculis glabris glanduloso- serratis. Jaco.ic. r. 1. t. 90.
Strauchartige; K. Ostheimer Kirschbaum. t). 4. 5. Dieser6 — 8 Kuss hohe Strauch lässt sich zu einem kleinen Baume ziehen.Die alte, graue Rinde hat warzige Querstreifen; die jüngere ist dun-kelbraun mit rostgrauen Puukten. Die jungen Zweige hängen bogen-förmig herab. Die abwechselnden Blätter sind glänzend hellgrün, erha-ben gerippt und geadert; ihre gefurchten Stiele haben an der Basispfriemenförmige, einfach-, aber spitzig-sägezähnige Nebenblätter. Meist2, seltner 3 — 5 Stiele bilden einen Blüthenschirm und haben 3 — 4röthliche Deckblätter, die hohl und scharf gezähnt sind. Die Kelchab-schnitte sind eirundlich und rothbräunlich. Die rundlichen, hohlen Kron-blätter sind gewöhnlich am Rande gekerbt. Die 30 — 36 Staubfädensind einwärts gebogen. Die runden Früchte sind wässerig und herbe,veredelt aber sehr angenehm säuerlich, und werden weit grösser als diegemeinen Sauerkirschen. Auf Gebirgen in Oestreich; auf Kalkgebirgenin Franken und Thüringen. (Der Ostheimer Kirschbaum verwildert.)
2149. Pr. Cerasus L. *) umbellis subpedimcülatis,foliis ovato - lanceolatis glabris conduplicatis. Hayne Arzngtv.IV. 42. Pr. austera Khkh. B. Reit, et Ab. t. 30. Cera-sus acida Fl. Wett.
Sauerkirschbaum 1). 4. 5. Er erlangt verschiedene Grösse von8 — 30 Fuss, und findet sich auch als Strauch. Der Stamm steht et-was schief und die Zweige hängen gewöhnlich herab. Die schwarz-braune Rinde reisst sich in zurückgerollte Querstreifen ab. Die Blätterkommen zugleich mit den Blüthen hervor; doch entwickeln sich dieseschneller. Jene stehen wechselweise, haben kurze, rinnenförmige unddrüsenlose Stiele; sie sind glänzend dunkelgrün, am Rande rundlich,meist einfach-sägezälmig. Die Nebenblätter sind rötblich, lanzettförmigund feinzähnig. Die Blüthen stehen an den jüngsten Zweigen in 3 —4-blüthigen Schirmen. Die glänzend violettbräunlichen Kelche sind kle-brig und haben zurückgeschlagene, lanzettförmige Abschnitte. Die weis-sen Kronblätter sind fast rund; die hohlen Deckblätter sind scharf-sä-
gezähnig. Die grosse Steinfrucht ist kugelrund, schwarzroth und ent-
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*) Die cultivirten Arten sind weitläuftiger in meiner Flora germa-nica abgehandclt.