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Grammatik der Ornamente : mit Mustern von den verschiedenen Stylarten der Ornamente / Owen Jones
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GRIECHISCHE ORNAMENTE.

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Die mexikanischen Ornamente und Mäander, von denen wir hier einige Muster gehen, welche den imbrittischen Museum befindlichen mexikanischen Töpferarbeiten entnommen sind, verrathen eine grosse Ver-

wandtschaft mit dem griechischen Zinnfries, und in den Illustrationen der Architektur von Yucatan , vonHerrn Catherwood, finden sich verschiedene Varietäten des griechischen Mäanders; einer derselben ist ganz

besonders griechisch. Doch sindsie meistens abgebrochen, wie diechinesischen. Es befindet sichzu Yucatan auch ein Zinnfries

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mit diagonaler Linie, der etwas

Von Yucatan.

eigenthümliches hat.

Die Ornamente der Tafel XVI. wurden gewählt, um die verschiedenen For-men des conventionellen Blattwerks zu zeigen, das man auf den griechischenVasen antrifft. Sie stehen weit vom natürlichen Typus ab, und verrathen in

Von Yucatan .

ihrer Construction vielmehr die Anwendung der allgemeinen, in allen Pflanzen obwaltenden Principien, alsdas Bestreben irgend eine Pflanze insbesondere zu vergegenwärtigen. Das Ornament No. 2 kommt dem

Geissblatt am nächsten d. h. die Blätter haben dieselbe Eichtung aufwärts, welche jener Blume eigen ist,doch kann man das kaum einen Versuch, die Blume darzustellen, nennen. Mehrere Ornamente der Tafel

XVII. kommen jedoch der Natur näher: der Lorber, der Epheu und der Weinstock sind leicht erkennbar.

Die Tafeln XVIII., XIX., XX. und XXI., enthalten noch andere Verzierungsvarietäten von den Borten,

Hälsen und Eändern der im brittischen Museum und im Louvre befindlichen Vasen. Da ihnen nur eineoder höchstens zwei Farben zu Grunde liegen, so verdanken sie ihre Wirkung bloss der Eeinheit der Formen:

sie zeichnen sich meistens durch die Eigenheit aus, dass die Blätter und Blumengruppen alleaus einem gekrümmten Stamm entspringen, der an beiden Enden in eine Volute ausgeht, und

I/-S von diesem Mutterstamm entspriessen alle die Linien in tangentenförmigen _

Krümmungen. Jedes einzelne Blatt strahlt aus dem Mittelpunkt der ( f) J

Gruppe hervor, und wird, mit Beobachtung der herrlichsten Proportionimmer kleiner, je näher es dem Entspringpunkt der Gruppe steht.

Wenn man in Betracht zieht, dass jedes Blatt mit einem einzigen Pinselstrich gebildet wurde, und zwarohne mechanische Hülfe, wie das aus den wahrzunehmenden Verschiedenheiten der Gestaltung mit Gewiss-heit hervorgeht, so muss man sich über die hohe Kunstbildung wundem, welche eine so grosse Anzahl vonKünstlern hervorbrachte, die fähig waren, mit so unfehlbarer Wahrheit Arbeiten auszuführen, deren blosseNachbildung, wenn sie mit glücklichem Erfolg bewerkstelligt werden soll, beinahe ausser dem Bereich derFähigkeit der modernen Zeiten liegt.

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