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Grammatik der Ornamente : mit Mustern von den verschiedenen Stylarten der Ornamente / Owen Jones
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CHINESISCHE ORNAMENTE.

verletzen, so unkiinstleriscli sie übrigens ausgeführt sein mögen. In ihren geblümten Mustern beobachtensie durchgebends die Naturgesetze der Strahlung vom Mutterstamm und der tangentformigen Krümmungen.Dies ist übrigens ganz natürlich, indem die getreue Nachbildung zu den Eigenheiten der Chinesen gehört,daher sie als genaue Beobachter der Natur nicht verfehlen können, die Gesetze derselben genau zu befolgen;was ihnen mangelt, ist das Vermögen die Natur zu idealisiren.

Wir haben schon im Capitel der griechischen Ornamente auf die chinesischen Mäander hingewiesen.No. 1, Tafel LXI., ist ein ununterbrochener, den griechischen gleichkommender Mäander; die Nummern29, 18 sind unregelmässige Zinnfriese; No. 4, Tafel LX., ist ein merkwürdiger Mäander mit gebogenemEnde.

Im Ganzen genommen sind die chinesichen Ornamente ein treues Abbild der Natur dieses eigentüm-lichen Volkes, und der hervorragendste Charakterzu^ derselben ist die Seltsamkeit, wir könnten sie nichtlaunenhaft nennen, denn Launenhaftigkeit ist der ungezwungene spielhafte Lauf einer lebhaften Einbil-dungskraft, eine Eigenschaft die den unerfinderischen Chinesen fremd ist, daher es auch ihren Werken ander höchsten Anmuth in der Kunst, nämlich an der idealen Auffassung, gänzlich fehlt.

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