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Fünftes Bändchen. Von Humboldt bis zu Parry / von Karl Falkenstein
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Trinidad aufgenommen. Dann verweilte manam Nio Sinn, wo noch nie der Fußtritt einesKräutersammlcrs erschollen war. Die Heftig-keit der Brandung bei St. Martha machte dasAnlanden zu Carthagena sehr schwierig. Manmußte, sich, um die Anker auswerfen zu kön-nen, dicht an die Küste begeben, und dieserAufenthalt verschaffte dem unermüdlichen Hum-boldt den Vortheil, die Mondfinsternis am 25.März 1801 zu beobachten.

Bald darauf entwarf Humboldt eine Chartedes Magdalena-Fluffes, auf dem er Hinabfuhr,und wanderte von dem Landungsplätze Hondaaus auf fürchterlichen Wegen durch Eichenwäl-der nnd dichte Gehölze nach Sanla-Fe. de Bo-gota, damals Hauptstadt von Neu-Grenada,heute Hauptort der Republick Columbia. Hierbeschäftigten die prächtigen Sammlungen desberühmten Mutis, der Wasserfall von Taqnen-dama, die Bergwerke von Mariquita, Santa-Anna und Zipagnira, die von der Natur ge-baute Brücke von Zcononzo, und endlich zweidurch ein Erdbeben aus einander gerissene Fel- .sen, die einen dritten schwebend in der Lusttragen, unsere Reisenden bis zum September1801.

Trotz der ungünstigen Regenzeit reisten sienach Quito. Sie stiegen wieder in das Thaldes Magdalenenflusses hinab, kamen bei den An-den von Quindiu vorbei, wo sich der beschneiteGipfel des Tolina mitten aus Wäldern von §Storax, baumartigen Passionsblumen, und ^Wachspalmen erhebt. Ais sie baarfuß und durch- jnetzt im Thale des Flusses Cauca angekommen !