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2/1 (1825) Mark- und Stamm-Pflanzen
Entstehung
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Erstes Gau.

Markpflanzen Acotyledonen.

W- Ch. Stellen nur das Mark oder die Pflanjengewcbe dar.

V. Ch- Stock nur aus Mark ohne Holz, eigentliche Rinde,Blätter und Blüthen; Samen blaschenfvrmig, d. h. vhne Sa,menlappcn.

Im Stocke der Acotyledonen ist weder Holzkörper nochRinde gehörig ausgebildet, ebenso wenig als Laub undGeschlechtStheile, als welche den wesentlichen Theil derBlüthe ausmachen. Aus diesem Grunde kann es auchnicht zur Frucht kommen. Sie tragen eigentlich nur Sa-men, und die Moosbüchse so wie die Farrencapseln sindstreng genommen keine Gröpse, sondern große Samen, indenen sich der Inhalt, eigentlich der Eyweißkörper (keri-Ipermum) in Staub aufgelößt hat, welcher Staub indessenSamen genannt wird.

I. Classe.

Zellenpflanzen Zeller.

W. Ch. Stellen das Zellgewebe dar.

U. Ch> Mißfärbige (nicht grüne) Pflanzen ohne Spiralgefaße.

Die Pilze, welche diese Classe ausmachen, sind inder Regel erdfarbene (meist gelbe oder braune) Pflanzen,ohne Stamm und Dlüthentheile, außer dem sogenanntenSamen. Sie haben keine ächte Wurzel, keinen Stengel,kein Laub, und endlich keine männlichen Geschlechtstheile.

Die Pilze entstehen von selbst aus verfaulenden orga-nischen Stoffen, mögen diese ursprünglicher Schleim ausdem Unorganischen seyn, oder von fertigen Pflanzen undThieren herkommen. Sie sind daher der Anfang und dasEnde der organischen Welt. Einmal entstanden zerfallensie aber wieder in Bläschen oder Staubkörner, die manKeimpulver nennt und das sich fortpflanzt. Es kann da-