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Lappen, in welchen der Keim eingeschlossen ist, der nurdas innere Scheidenblatt vorstellt.
Die herrschende Zahl der Blüthentheile ist 3; 3 oder6 Kelchlappen, 3 oder 6 Staubfäden, 3 Narben, 3 Capscl»fächer oder Klappen, 3 Samen oder 3 Reihen derselben.Wenn nur die Zweymahl vorkommt, so läßt sie sich ziem,lich leicht als Verkümmerung aus 3 nachweisen.
Ist der Kelch 6 theilig, so besteht er gewöhnlich aus rMitteln, wovon das innere schön gefärbt erscheint und binher Blume genannt werden mag. Sehr selten sind dieGeschlechter getrennt, und dann nie wahrhaft wie beydenTannen und Kätzchenbäumen, sondern nur durch Verküm-merung des einen Geschlechts, wovon sich immer die Spurnachweisen läßt; so bey Gräsern und Palmen. Die Fruchtist meistens eine gklappige oder 3 fächerige Capscl, selteneine solche Beere oder Pflaume; oft ein Schlauch odereine Nuß.
Die Moncotyledonen lieben noch als niedere Pflanzenfeuchten Boden, selbst das Wasser. Die Palmen ausge-nommen, sind fast alle krautartig und niedrig. Die Grä-ser bedecken die Niederungen der ganzen Erde; dieDlu-mentragenden oder LilienaUigen stehen zerstreut auf Bergen;die Baumartigen oder die Palmen bilden zum Theil großeWälder, aber nur in heißen Ländern.
Die Bestandtheile fangen an manchfaltiger zu werdenals bey den vorigen Classen, beschränken sich jedoch aufwenige Stoffe, die aber sehr ausgezeichnet, fast chemischwirken; besonders scharfe Stoffe, Gewürz, Schleim,Stärke und Kleber.
Die Gräser liefern Futter und Mehl, die Palmen eß-bare Früchte, die Lilienartigen Knollen und Zwiebeln unddienen überdieß als Zierpflanzen.