Buch 
2/1 (1825) Mark- und Stamm-Pflanzen
Entstehung
Seite
624
JPEG-Download
 

Ü24

schließen, besonders die ersten sich in mancher Hinsicht andie Wasserpflanzen der vorigen Classe an.

In diesen Zweifeln weiß man nicht recht, welche Reiheman wählen soll; sieht man jedoch streng auf die Blume,so würden die Gräser und Palmen zu Unterst stehen müssen;dann würden die Nymphäen und Spargel folgen und end»lich die Zwiebelgewächse, welche Reihe wegen des Staub-fadenstandes auch nicht zusagen will.

Wollte man endlich diese Pflanzen nach dem Standeder Staubfäden ordnen, so würde Alles durch einanderkommen; die Palmen würden sich zu den Zwiebelgewächsenstellen, die Narcissen und Jrideen zu den Nymphäen undDioscoreen.

Es bleibt daher vor der Hand nichts überig, als sichstreng an den Parallelismus der Organe zu halten, nehm-lich die Pflanzen, deren Hauptausbildung in der Würze!besteht, zu Wurzelpflanzen; diejenigen, welche sozusagen nichts als Stengel sind, zu Stengel-Pflan-zen; und diejenigen, bey welchen Wurzel und Stengelsich in Blätter verwandelt haben, und überbieß die Fruchtvollkommener entwickelt ist, zu Laub-Pflanzen zumachen.

Diesen Grundsätzen stehen zwar die bis jetzt in derBotanik befolgten entgegen, daß nehmlich die Eintheilungs-Principien von der Blüthe hergenommen werden müßten.Allein dieser Grundsatz gilt nach unserem System, vom Pa-rallelismus der Organe mit den Abtheilungen der Indivi-duen, nur von solchen Classen, die durch Blüthentheilecharakterisiert sind, und da dieses Gesetz auch im ganzenThierreich herrscht; so ist es nicht erlaubt, von demselbenin einem einzelnen Falle abzugehen. Pflanzen, welchedurch Stammorgane charakterisiert sind, können nicht nachden Blüthentheilen sich richten, so wie sich auch die AM