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den sie, wenn auch auf dem höchsten Grad irdischerGlückseligkeit angelangt, nicht wird entbehren können.
Wohl ist das Wissen stark genug, sich in seiner gei-stigen Kraft über jede Glaubenöform, ja über jedenGlauben hinwegzusetzen; aber wer ist so kühn zu behaup.len.daß er die Geheimnisse der Gefühle und AhnungenLcS menschlichen Herzens in ihren tiefsten Tiefen studirthabe, und sein Wissen für immer genügen werde, seineGefühle zu befriedigen?
Mann des Wissens! du bist stark genug, dem Todein seiner scheußlichsten Gestalt, hinter sich eine leere,gräßliche, stille Ewigkeit, stolz und trotzig ins finstereAuge zu blicken; aber hast du auch vorausgesehen, bistdu gewiß, daß diese stolze Kraft dich in keinem Augen,blicke dcö Lebens verlassen wird? Können nicht mit derZerstörung deiner physischen Kräfte auch deine geistigenzu Grunde gehen? Kannst du nicht wieder in geistigerBeziehung in denselben Zustand der Kindheit zurückver.setzt werden, aus welchem du dich zu dem hohen Graddes Wissens emporarbeitetest, auf welchem dir jetzt derGlaube so kinderschwach und kleinlich erscheint? Todund Grab werden dich nicht schrecken, stolzer Mann;aber wird, wenn dir daS Schicksal die bitterste Hefeseines LeidenSkclchcS vorsetzt, wenn Alles, was dir liebund theuer war auf dieser Welk, dir den Rücken kehrt,wenn keines Freundes Brust dir mehr entgegen schlägt,wenn alle Leidenschaften sich vereinigen, dir die stolzeKraft zu brechen, die dir im Busen lodert, — wird,frage ich, dein Wissen im Stande sein, die Verzweiflungzu bemeistern, die sich deiner Seele bemächtigt?
Du brauchst einen Trost, eine Stütze, eine Zuver.sicht in solchen fürchterlichen Augenblicken. Weise ihn