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Das Evangelium eines armen Sünders / von Wilhelm Weitling
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83
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Das Prinzip Jesu ist das Prinzip öer Frei-heit und Gleichheit.

Hierüber kann nicht der mindeste Zweifel mehr ob.walten; man nehme nur Math. 20 zur Hand, wo manklar und deutlich ausgesprochen findet:

V. 25. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, öa§die weltlichen Fürsten herrschen, und die Oberherren ha-ben Gewalt.

V. 26. So soll es nicht sein unter euch, sondern, so Je-mand will gewaltig sein unter euch, der sei euer Diener.

V. 27. Und wer da will der Vornehmste sein, der sei euerKnecht.

Eben so deutlich heißt eS Math. 23.

V. 8. Aber ihr sollt euch nicht Nabbi nennen lassen, denn einerist euer Meister, Christus; Ihr aber seid alle Bruder.

V. 11. Der Größte unter euch soll euer Diener sein.

V. 12. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedriget, undwer sich selbst erniedriget, der wird erhöhet.

AuS diesem geht hervor, daß die Monarchie mitdem Christenthum unvereinbar ist, oder deutlicher, daßein Christ nicht Monarch sein kann. Deßgleichen gehtdaraus hervor, daß in einer 'christlichen Republik Nie.mand sich eine politische Gewalt anmaßen, noch dieselbeannehmen darf, denn der Christ soll weder ein Recht,uoch eine Gewalt, noch einen Befehl über seine Mir.menschen ausüben, der Christ soll gar kein Amr anneh.men, in welchem er gezwungen ist, zu richten und zu