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Das Evangelium eines armen Sünders / von Wilhelm Weitling
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jetzt in der Fülle deiner Kraft nicht übermüthig zurück.Erhalte dir einen heiligen Glaubensfunken in der weitenfühlenden Brust; erhalte ihn dir für den Augenblick,wenn deine geistige Kraft unter der Last moralischerLeiden zusammen zu brechen droht; erhalte ihn dir, erwird vielleicht die eisige Brust von Neuem erwärmenund das Verlorne dir darin ersetzen. Du schontest die,sen Gottesglauben in der Brust der Schwachen undKleinen, du kannst ihn nicht ganz in der eigenen Brustzerstören, denn deine Erfahrung ist noch nicht zu Ende,und dein Wisse» dauert nur mir deiner Kraft.

Wir arme Sünder glauben auch alle an Gott, ob-wohl wir nicht viel davon sprechen und selten zu ihmbeten; aber was wissen wir von Gott? Nichts!

Denket euch die unendlichen Räume voller Atome,wie die große Wüste voller Sandkörner; denket euchalle diese Atome unter eine einzige große Zahl; denketeuch, diese Zahl sei von Ewigkeit bis auf unsere Zeither mit einer gleichen Zahl multiplizirt worden, und dasFacit dann wieder eben so; denket euch die dadurchherauskommende ungeheure Zahl als die Summe vonRäthseln, welche die Menschheit noch eines nach demandern zu lösen hätte; sobald sie das letzte wirdgclöset haben, wird sie erst recht wissen, wasGott ist.

Darum laßt uns glauben!

Dort lehnt, gestützt auf seinen Stab, ein müderGreis an der Straßenecke, kummervolle bittende Blicke