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Das Heerwesen des Preussischen Staats : enthaltend die Grundsätze der allgemeinen Militairverpflichtung, die Armee-Organisation und diejenigen militairischen Verwaltungszweige und Verhältnisse, bei denen besonders das Civil mit dem Militair concurrirt / ein Handbuch, zusammengestellt von Ferdinand von Seelhorst
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Frieden durch eine übermäßig große Armee dem Staate bedeu-tende Kräfte zu entziehn.

Der Preußische Staat hält im Frieden ein stehendes Heervon 125,015 Mann (»re/. Gensdarmcn, Garnisontruppcu undInvaliden) welches sich bei einer Mobilmachung bis zu225,550 Mann erhöht, welches mit 174,610 Mann LandwehrIsteu Aufgebots und 175,196 Mann 2ten Aufgebots auf dieKriegsstärke vermehrt werden kann. Rechnet man hierzu denLandsturm, der sehr gering angenommen, in der Stärke derLandwehr Isteu Aufgebots zu veranschlagen ist, da außer allennoch nicht dienenden Jünglingen sämmtliche Männer vom39sten bis zum 50sten Jahre, ohne Unterschied ob sie gedienthaben oder nicht, hierher gehören, so ergiebt dies Ofst-ciere, Gensdarmcn, Invaliden, Munitiouskolonncn und Feld-jäger, eine Gesammtsumme der bewaffneten Macht von 777,300Mann, wobei zu bemerken ist, daß die Kampffähigkeit des Land-sturms viel höher anzurechnen ist, als die der fcanzösijchenNationalgarden, da fast alle den Gebrauch der Waffen undmilitairische Disciplin kennen.

Preußen gehört übrigens nicht mit allen Landestheilendem deutschen Bunde an, sondern hierher sind nur die eigent-lichen deutschen Provinzen zu rechnen, nämlich Brandenburg,Pommern, Schlesien, Sachsen, Westphalen und die Nheinlande,mit einem Flächenraume von 3348 QM, und 10,403,000 Ew.

Von diesen Landestheilen stellt Preußen 79,244 Mannzum deutschen Vundeshecre, und bildet dort das 4te, 5teund 6te Corps, jedes zu 2 Divisionen.

Nach den verschiedenen Waffengattungen muß es stellen:58,357 Mann Linien-Infanterie,

3,071 Mann Jäger,

11,319 Mann Kavallerie,

5,705 Mann Artillerie und Train mit 160 Ge-schützen, und792 Mann Pioniere.

Außerdem theilt Preußen mit Oesterreich die Besatzung derBundcsfcstniig Mainz und giebt z der Besatzung zur Bundes-festung Luremburg.

Die Staatseinkünfte betragen im Durchschnitt 52 Mil-lionen Thaler, wovon 23 Millionen dem Kriegsministcriumüberwiesen werden.