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Grundlinien der teutschen Forstgeschichte und der Geschichte der Jagd, des Vogelfangs, der wilden Fischerei und der Waldbienenzucht / von Dr. Friedrich Ludwig Walther
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Forstgeschichte.

nige Körner liegen bleiben, oder sie lassen auch wohlim umherfliegen Körner fallen. Vom Meyerich,Alsine media, beißen sie Zweige ab und fressen dasLaub7 Der Stengel bleibt da, wo sie ihre Mahlzeithalten, liegen, und der Saame fällt daselbst aus.Wenn Schaafe auf den Aeckern zu der Zeit Wai-den, wenn die Bocksbeere, Rubus caesais, reif ist,die sie gerne fressen; so bringen sie die unverdautenSaamenkerne dieser Frucht auf andre Aecker, undstecken auf diese Art andre reine Aecker mit diesemUnkraut an. Endlich schwemmen auch Flüsse undMeere eine Menge Saamen (S. die Note zumvorhergehenden H.) aus weit entlegenen Landern inAndre. Wie sehr das Wasser die Gewächse verbreite,sehen wir auch schon bei un§ im Kleinen. Wer ei-nen Garten hat, sagt Lüder (I. 200. II. 565.)der am Wasser liegt, welches ihn alle Jahre über-schwemmt, kann das Vergnügen nicht haben, einenvon Unkraut reinen Garten zu besitzen. Das aus-tretende Wasser nimmt von den Wiesen und Feldernallen Unkrautsaamen auf, und überzieht damit dieGärten, so daß man sich im Frühjahr vor Unkrautkaum retten kann, besonders vor der kleinen Bren-nessel.

' Wir haben in Teutfchland jährlich 3 Hauptstürme:

3 Acquinvctialstürme und den Solstitiqlr

Sturm.

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