Forstgefchichte.
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bracht, wo ihr Muttergewächs vorher weit und breitnicht anzutreffen war. Der Wachholder wird durchKrammetsvogel hauptsächlich fortgepflanzt. DurchDrosseln wird der Saame der Vogelbeerbänme aufalte Manern und Ruinen alter Vergschlösser gebracht.Der Mistel wird durch die Misteldrossel auf dieselbeArt fortgepflanzt, daher die Parömie der Alten:Tundus libi ipse malum caccat. Der Holzhehr,Corvus glandarius, verscharrt eine Menge Eichelnunter Moos und abgefallenes Laub. Er vergißt sieaber, und wenn die Keimzeit kommt, gehen sie aufan Oertern, wo man keine Eichbaume sieht. UmNegombo (auf Zeilon) werden die besten Zimmet-bäume gefunden, deren große Vermehrung mannach Haafnern den Raben zuschreibt Diese fressennämlich die Früchte des Zim metbaums sehr begierig,und geben sie wieder unverdaut von sich. Daherdenn auch die Unverletzlichkeit dieser Vogel auf Zei-lon kommt. Die meisten Unkräuter in den Gärtenkommen nach dem erfahrnen L ü d e r (Lüvers BriefeI. 199.) durch Vogel dahin. Wenn man auchniemals Mohn im Garten zieht; so wird er sich dochoft darinnen finden. Daß sein Saame durch Stieg-litze und andre Vögel dahin gebracht wird, kann mandaraus abnehmen, weil es meistens gefüllter Mohnist und kein einfacher. Von der Creuzwurz, Seneciovulgaris, beißen einige Vögel die Saamenköpfe ab,fliegen damit, wenn sie nicht Zeit haben, sie auf derStelle zu verzehren in andre Gärten, wo immer ei-nige