Jagdgeschichte.
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talibus) schwören. Man hatte auch Tauben alsLockvogel abgerichtet. Wer eine solche Taube vonihrer Vorrichtung (de Trappa) stahl, gab nachdem salischen Gesetzbuch 15 Schillinge Strafe.Auch hatte man die Kunst, gelernt, Waldvögel zahmzu machen, so daß j,e auf den Herrnhöfen herum-flogen und sangen.
Anton a» a. O. I. i;8.
*) Das Wort Gai ist in Franken noch üblichund bedeutet da: über Feld, aufs Land. Sosagt der Fleischer der nach Kälbern geht? achgehe ins Gai.
§. 18 -
Dieß war die Beschaffenheit der Vogeljagd imzweiten Zeitraum, vom III bis IX 8aec, Nun kamCarls des Großen Regierung. Unter ihm wurdedie Vogeljagd vorzüglich mit Falken und Sperbernbetrieben. Daher befahl er auch, daß auf diese Vo-gel in den Wäldern genau Acht gegeben werden soll-te. Sie stunden in so hohem Ansehen, daß beiihrer Entwendung wegen ihres allzuhohön Anschla-ges, oft Meineide geschworen wurden. Die Jäger,welche sich damit beschäftigten, wurden Falkner,Vogelfänger, Vogler (Fogalar, der Vogelfangselbst hieß Vogaloäe,) genannt. Man fieng auchschon Vogel mit dem Kloben (kogelaro chlobo),
deögwi-