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Grundlinien der teutschen Forstgeschichte und der Geschichte der Jagd, des Vogelfangs, der wilden Fischerei und der Waldbienenzucht / von Dr. Friedrich Ludwig Walther
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Jagdgeschichte.

desgleichen mit Schlingen ( pedica , laqueo ) , undMit Fallen, decipula , vallza.

Anton a. a. O. I. 478.

S. 19»

Im vierten Zeitraum vom X 5 aec.' bis 1155war der Vogelfang noch immer das höchste Vergnü-gen des freien Mannes und gehörte niemahls zumWildbann. Daher sah man selten einen Edeln an-ders als mit einem Falken auf der Hand, selbst inder Kirche erscheinen, und als einst Bischoff Arnulphin Halberstadt in der Kirche einen Geistlichen an-traf, der einen Habicht auf der Hand sihen hielt,und ihn darüber zur Rede sehte, weil er es für eineVerlaugnung Christi hielt; hatte der Bischoff so un-* angenehme Folgen von seinem gerechten Eifer, daßer ihnen nur durch die Flucht entgieng. Falkendurfte Niemand aus eines Andern Wald nehmen,und es war ausdrücklich bestimmt, wenn Jemandendas Falkenrecht übertragen war. Vögel zu speisen,die ein Stoßvogel niedergestoßen hatte, wenn mansie nicht mit einem Eisen vorher völlig getödet hat-te, war von der Kirche verboten.

Anton a. a. 0 . II. 358.

§* 20 .

Vom XII bis XIV Saec. wurde noch immerdas Federspiel für edler gehalten als die Jagd auf

das