Buch 
Grundlinien der teutschen Forstgeschichte und der Geschichte der Jagd, des Vogelfangs, der wilden Fischerei und der Waldbienenzucht / von Dr. Friedrich Ludwig Walther
Entstehung
Seite
141
JPEG-Download
 

Jagdgeschichte. 141

Silurus kennen, sondern den Hausen Llsarus be-nahmen. Die schwarzen Fische die man vom Ur-sprung der Donau bis zu einer gewissen Quelle,die neben diesem Strom fließet, gefunden haben will,und deren Genuß augenbliklichen Todt bewirkt ha-ben soll, sind wahrscheinlich Fabelgeschöpfe.

§. 27.

Vorzüglich wurde die Fischerei bei einigen teut-schen Völkern, welche an den Seeküsten oder Ströh-men wohnten, betrieben. Die Chauci und Frisibeschäftigten sich vor andern Völkern mit der Fische-rei. Erstere hatten Netze von Meergras und Vin-sen, und Tacitus führt unter den Kleidungsstückenauch Häute von Seethieren an , pelles belluarum,quas ignotum mare gignit. Die Fische gehörtenauch zu den Speisen der Germanen. Aber Fisch-reiche finden sich weit später. Vermuthlich wurdensie zuerst von den Clöstern angelegt.

, Plinius XXVI. c. 1 .

Jul. Caüs. b. g. IV. l6.

§. 2F.

Im zweiten Zeitraum vom dritten bis neun-ten Jahrhundert, sammelten die teutschen Könige dieGesetze ihrer Völker. Sie sind auf uns gekommen,und aus ihnen ersehen wir, daß in dieser Periodedie wilde Fischerei noch kein Regale war, sondern

daß