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Absichten Gustav Adolphs mit Aufmerksamkeit folgtund seinen Feldzügen nicht den Maßstab einer allzeitfertigen abstrakten Kriegstheorie anlegt, am wenigstenden einer in dem Entwickelungsgänge späterer Jahr-hunderte gereiften oder modificirten.
Nach unserer Überzeugung hat er die schwere Auf-gabe gelöst: die Eigenthümlichkeit der damaligen Kriegs-verhältnisse und die aus ihnen nothwendig hervorgehen-den Hemmungen in wenigen Zügen darzulegen. Ebenso glänzend tritt aus jenen Zeiten die Charakterstärkeder damaligen Kriegführer hervor und jenes dreißig-jährige Ausharren in dem mannichfachen Wechsel desWaffenglücks zeigt, (wie der Verfasser sich selbst aus-drückt) „ auf einen muthvollen Geist des Zeitalters hin,„der gewiß mehr werth ist, als die Afterkunst späterer„Kriege. Weit entfernt mit einigen neuern Schriftstel-lern zu glauben, der dreißigjährige Krieg habe nur„so lange gedauert, weil die Generale nicht verstan-den, ihn zu beendigen, sind wir vielmehr überzeugt,„daß die neuen Kriege nur so schnell beendet sind,„weil es an Muth gefehlt hat, sich bis auf'ö Äußerste„zu wehren."
Es ist bemerkenswerth, daß diese Ansicht langevor den Jahren 1812 bis 1815 niedergeschrieben wurde,und daß der Verfasser diese Überzeugung in der Prü-fungszeil unter schweren Opfern durch sein Leben be-währt hat.
Militairische Tüchtigkeit und Leistungen erfreuen,wo wir sie finden. Dennoch bleibt der Schmerz ge-recht, daß unser Vaterland im dreißigjährigen sowiein spätern Kriegen der Schauplatz innerer Zerrissenheitwar. Mit Zuversicht dürfen wir hoffen: diese Zeiten