Buch 
9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
22
JPEG-Download
 

dadurch Tilly von Frankfurt und Landsberg abzuziehenund dann schnell nach dieser Gegend zurückzukehren. Erließ den Fcldmarschall Horn mit 8- bis 9000 Mann imLager von Soldin zurück, um die Gelegenheit benutzen zukönnen, im Fall sich wahrend seiner Abwesenheit etwasgegen die obigen Städte unternehmen ließe. Einem An-griffe Tillys aber sollte er ausweichen, indem er sich nachStargard hin zurückzöge, vorausgesetzt daß ein fehlerhaf-tes Betragen des Feindes nicht einen gewissen Sieg ver-spräche- Mit 16,000 Mann ging Gustav Adolph überStettin und Neu-Brandenburg, bemächtigte sich der StädteMalchin und Loitz, der letzter« wegen der Straße nachStralsund, und belagerte hierauf Demmin. Es befandensich darin 4000 Östreicher unter dem Herzog von Savclli.Der Ort war durch seine Lage von einer für die dama-ligen Zeiten außerordentlichen Festigkeit und mit allem Nö-thigen versehen. Gleichwohl ergab sich der Herzog vonSavelli den 15. Februar nach wenigen Tagen Widerstand.

Tilly würde dem Könige von Schweden sogleich ge-folgt sein, wenn der Mangel an Subsistcnz ihn nicht da-ran verhindert hätte. Er traf indessen sogleich die nöthi-gen Anstalten und zog dann durch die Mark Branden-burg über Wusterhausen, Saarmund, Lehnin, Branden-bürg und Ruppin, gegen Demmin um es zu entsetzen.Sobald Gustav Adolph die Östreicher mit ihrer Haupt-macht Frankfurt verlassen und, wie er es hoffte, nachMecklenburg aufbrechen sah, setzte er sich den 17. Februarsogleich in Marsch um Frankfurt wieder zu erreichen. Erließ die Hälfte seiner Armee unter dem General Kniphan-scn in Mecklenburg, zwischen Neu-Brandenburg und derKüste in Kantonnirungs-Quartieren, den General Ban-ner in Demmin und den General Tott vor Grcifswald