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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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nehmen, worin Gustav Adolph einige Tausend Mann zu-rückließ, wahrend er selbst zu Ende März an der Spitzevon 20,000 Mann und mit 200 Kanonen die auf derOder eingeschifft waren, nach Frankfurt ging. In diesemOrte befanden sich 8000 Mann unter dem FeldmarschallTiefcnbach, der den Grafen Schaumburg so eben abgelösthatte. Übrigens aber befand sich der Ort in einem schlech-ten Verthcidigungözusiande. Gustav Adolph hatte ihn da-her kaum vicrundzwanzig Stunden belagert, als er seineBatterien schon am Rande des Grabens anlegen und ihnden 3. April durch Sturm nehmen konnte. Das Schick-sal der Besatzung von Neu-Brandcnburg, dem ein ähnlichesLooö der schwedischen Besatzung des Schlosses Fcldbcrg inMecklenburg vorhergegangen war, ließ auch die Schwedenhier die Menschlichkeit vcrläugncn; sie machten die Hälfteder Besatzung nieder, von der ein anderer Theil in der Oderertrank, ein anderer gefangen genommen wurde und nurwenige entkamen. So sehen wir die Rachcgeistcr sich Gliedan Glied zu einer Kette von Grausamkeit reihen, die biszu Magdeburgs gänzlicher Zerstörung führte.

Tilly war von Ruppin gegen Magdeburg aufgebro-chen. Diesen Ort hatte Pappenhci'm bisher nur mit ge-ringer Macht eingeschlossen, so daß die Garnison unterdem schwedischen General Falkcnbcrg häufig Ausfalle thunkonnte, um in kleinen Unternehmungen gegen die benach-barten Städte sich wieder mit Lebensbedürfnissen zu ver-sehen. Tilly glaubte vermuthlich den Verlust von Frank-furt, seiner starken Besatzung wegen, nicht so nahe undhoffte den König von Schweden durch die BelagerungMagdeburgs von der Oder abzuziehen. Überdies war Mag-deburg für das Kricgsthcatcr beider Armeen der wichtigstePlatz und sein Besitz schien sehr entscheidend. Diese Gründe