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veranlaßten Telly Magdeburg zu bekennen, doch war erkaum von Frankfurts Gefahr unterrichtet, als er zum Ent-satz aufbrach. Auf dem Wege aber erhielt er die Nach-richt von dem Sturm und kehrte nun sogleich nach Mag-deburg zurück.
Wahrend Tilly mit der Belagerung Magdeburgs be-schäftigt war, deren Erzählung nicht zu unserm Zweck ge-hört , eroberte Gustav Adolph Crossen und dann den15. April Landsberg nach zweitägiger Belagerung, unge-achtet dessen Besatzung 1500 Mann stark war. Er wolltehierauf Anfangs Mai zum Entsatz Magdeburgs marschiern.Da ihn sein Weg durch die Mittclmark führte, so wollteer stch zuvor des Kurfürsten Georg Wilhelm versichern.In der That würde es nicht vorsichtig gewesen sein, rechtsden Kurfürsten von Brandenburg, links den Kurfürstenvon Sachsen hinter stch lastend einer entscheidenden Schlachtentgegenzugehen. Der Kurfürst von Brandenburg warbekanntlich ein nicht mit besonderer Kraft ausgerüsteterHerr, von Ministern umgeben die sich dem Kaiser ver-kauft hatten. Der Kurfürst von Sachsen hatte bis jetzteine höchst zweideutige Politik gehabt und es schien garnicht seine Absicht ein treuer Bundesgenosse der Schwe-den zu werden, vielmehr hatten seine Minister die Ideegefaßt ihn an die Spitze einer dritten Partei zu stellen,die aus dem Fürstcnbunde bestehen sollte, welcher stch imFebruar 1631 zu Leipzig vereinigt hatte. Diese Ministerbegingen den ganz gewöhnlichen Fehler solcher Politiker,die das gefährliche Werkzeug politischer Entwürfe, denKrieg, nicht gehörig kennen. Sie versäumten über ihrenEntwürfen die Mittel zur Ausführung.
Nach diesem nothwendigen Blick auf die politischenVerhältnisse können wir dreist behaupten: Gustav Adolph