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Da er nun Ursache hatte mit dem Kaiser höchst unzu-frieden zu sein, noch mehr aber den Besuch seiner Armeezu fürchten, so war es bei der Nähe der Schweden undihrem soliden Etablissement in Deutschland wahrscheinlichdaß der Kurfürst endlich Gebrauch von seinen Kräftenmachen und sich für Schweden erklären würde.
Diesmal traf dem Könige von Schweden der ganzestrategische Kalkül zu; ein in der Kriegsgeschichte äußerstseltener Fall!
Der Graf von Fürstenbcrg war über den Main ge-gangen und hatte sich über Fulda mit 16,000 Mann demHessischen genähert. Der Landgraf eilte selbst zum Königvon Schweden um Hülfe bei ihm nachzusuchen, und dieservoll Achtung für den festen Muth dieses kleinen Fürstender feinen Feinden mitten unter ihnen getrotzt hatte, zeigtedaß Achtung in der Politik wie im Privatleben eine sehrwichtige Rolle spielt, indem er sehr bald mit dem Land-grafen über die Bedingungen einer Off- und Dcfensiv-Allianz übereinkam welche den 12. August abgeschlossenwurde. Der Landgraf kehrte hierauf in Begleitung vonzwei Regimentern Infanterie unter dem Herzog Bernhardvon Weimar der die hessischen Truppen unter dem Land-grafen kommandiren sollte, nach Hessen zurück.
Tilly faßte den Entschluß nach Sachsen zu marschi-ren um den Kurfürsten zu nöthigen von dem LeipzigerBündniß gleich den übrigen Fürsten abzutreten, ehe nochdie Verbindung mit dein Könige von Schweden förmlichabgeschlossen war, Er wollte von der nordwestlichen Seilein dies Land eindringen, während Ticfcnbach mit den fehle-fischen Truppen, die bisher blos einige unbedeutende Ge-fechte mit den Schweden gehabt hatten, durch die LausitzVordringen würde. Dem Grafen von Fürsieuberg befahl