in die Arme. Es war daher blos der edle Sinn des gro-ßen Gustav welcher ihn vermochte von seinen anfänglichsehr strengen Forderungen abzustehen und sich mit einemmonatlichen Sold für seine Armee, den nöthigen Lebens-rnitteln und der Besetzung der wichtigsten Städte zubegnügen.
Den 30. August erschien Tilly mit Kavallerie vorLeipzig, was aufgefordert wurde. Den 2. September nahmer mit der Armee eine Stellung mit dem linken Flügelan Möckern, mit dem rechten auf den Höhen von Eutrikscheine Stuirde nördlich von Leipzig. Diese Stadt befandsich sowohl den Werken als der Besatzung nach in schlech-tem VerthcidigungSznstand. Die letztere bestand nur ausvier Compagnien, doch vertheidigte man sich mit Hülse derBürger bis zum 6., worauf die Stadt mit Kapitulationüberging. Sie mußte 200,000 Thaler bezahlen, die Gar-nison erhielt freien Abzug und Tilly legte 1000 MannBesatzung hinein *).
Nach dem Vergleich mit Sachsen brach Gustav Adolph,der sich von Brandenburg der Elbe schon bis Coswig ge-nähert hatte, von da auf, ging bei Wittenberg den 3. überdiesen Fluß und den nach Dübcn, wo er sich am 5. mitden Sachsen vereinigte.
Gustav Adolph der wohl wußte wie wichtig es seiTilly anzugreifen ehe er die Verstärkung erhalten hätte,welche Fuggcr und Altringer aus dem südlichen Deutsch-land ihm zuführten, schlug gleichwohl am 5. in einemKriegsrakh vor, welchen er mit den beiden Kurfürsten vonSachsen und Brandenburg hielt, welche die sächsische Ar
*) Die Plcißcnblirg ergab sich, »ach Chcmmtz, erst am 0.
D. HcrauSg.