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schreibet: anführen/ daß Tilly den Kopf etwas verlorenhatte. Warum er die sächsischen Truppen nicht vor ihrerVereinigung mit dem Könige von Schweden angriff istnicht zu begreifen, weun man nicht etwa voraussetzt daßer geglaubt hat ihre Vereinigung mit den Schweden da-durch zu befördern, indem sie sich zurückgezogen haben wür-den ohne sich in etwas einzulassen *).
Den 6. September näherten sich beide Armeen inzwei Kolonnen einander, am 7. hatte die bekannte Schlachtbei Brcitcnfcld statt. Der Erfolg war daß Tilly mit demVerlust seines ganzen Geschützes bestehend aus 28 Ka-nonen, von 7000 Todten und 3500 Gefangenen gänz-lich geschlagen und sein Heer zerstreut wurde. Diese Zer-streuung kostete den Katholiken eine Menge Menschenwelche einzeln von den aufgebrachten Bauern erschlagenwurden. Die Sachsen welche im Anfang des Treffensförmlich geschlagen worden waren, hatten einen Verlustvon 3000, des Königs Armee aber nur von 1500 Mann.Den 8. September rückte Gustav Adolph vor Leipzig, den9. nach Merscburg und den 11. nach Halle. Tilly der miteiserner Beharrlichkeit bis auf den letzten Augenblick aufdem Schlachtfeld«: verweilte, mußte sich endlich bedeckt mitvielen Wunden und erschöpft an Kräften zur Flucht ent-schließen. Er begab sich über Halle nach Halberstadt woer den 10. ankam und die Überreste seiner ganz aufgelö-sten Armee wieder sammelte. Den 12. September hatteer erst 4000 Mann Kavallerie und eine sehr kleine All-zahl Fußvolk, einige Tage nachher aber schon wieder 8- bis
*) Da die Sachsen, nach Chemnitz, bis zum 5, bei Torga» gestan-den hatte», so war dies nicht gut möglich. Nur die Vereinigung derSachsen und Schweden auf dein linken Elbuftr konnte er hindern.
D- HcrauSg.