denn das Motiv zur Aufstellung und Versammlung einersolchen Macht vor der Schlacht bei Vreitenfeld auch schonin der Seele des Kaisers, drangen ihm schon die Um-stände jene Energie des Willens ab die doch gerade die-selben sein mußten um dieselbe Wirkung hervorzubringen?Ist es nicht weiser sich weniger nach Dem zu richten wasder Feind thun kann, und sich dagegen mehr um Das zubekümmern was er thun wird? Wir können hier nichttiefer in diesen Gegenstand eindringen; aber Leute vonGeist werden mit uns der Meinung sein daß hier ein er-giebigeres Feld der Strategie liegt als in den Graden derOpcrationswinkel.
Gustav Adolph hatte die feindliche Armee sogleichdurch einige DctachementS verfolgen lasten die noch vieleGefangene einbrachten, wodurch er seine Armee so gutkomplcttirte daß sie nach der Schlacht wieder 24,000 Mannstark war. Er überließ dem Kurfürsten von Sachsen dieBelagerung Leipzigs und zog wie gesagt mit seiner Armeeüber Merscburg nach Halle, welche Orte sich sogleich er-gaben. Er sandte hierauf Banner mit einem kleinen Corpsan die Elbe, welches dieser General in der Mark Bran-denburg bis auf 8000 Mann verstärkte und dann Mag-deburg damit einschloß.
Den 12. September ging Leipzig mit Kapitulationüber, die sächsische Armee marschirte wieder nach Torgauund der Kurfürst begab sich nach Halle zum Könige vonSchweden.
Gustav Adolph beschloß nach der Schlacht von Brei-tcnfcld sich durch Thüringen den katholischen Staaten amRhein und Main und der Stadt Frankfurt zu nähern,wo die Evangelischen vom Kaiser zu einem Congrcß zu-