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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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von Süddeutschland abzuschneiden? Von Franken auskonnte er nach Mainz gehen, das reiche Frankfurt a. M.nehmen und sich in Mainz so wie überhaupt am Mittel-Rhein festsetzen. Und dies war wirklich seine Idee dieer auch ausgeführt hat, bis auf die Einnahme von Phi-lippöburg und Heidelberg, woran ihn die Angelegenheitenin Franken verhinderten; ohne welche er aber seine Basisbis zu dem ihm verbündeten Straßburg ausgedehnt habenwürde. Diese Operation ist wirklich ein sehr schönes stra-tegisches Ganze und zeugt von dem kombinationsreichenGeiste Gustav Adolphs.

Ein Fehler scheint es auf den ersten Anblick zu seindaß Gustav Adolph der Armee des Kurfürsten von Sach-sen einen eigenen Opcratiouöraum anwies und zwar direktgegen die östreichischen Staaten, wodurch der Kurfürst dasMittel in die Hände bekam dein Kaiser einen vorthcilhaf-kett Separatfrieden abzuzwingen. Hätte Gustav Adolphdie sächsische Armee bei sich behalten, so würde er den Kur-fürsten mehr in seiner Gewalt gehabt haben; oder hatte erihr ein solches Kricgötheater anweisen können auf welchen:sie nicht ohne Gefahr für ihr Vaterland an Thätigkeitnachlassen durfte, ohne doch in unmittelbare Berührungmit dem Kaiser zu treten, wie z. B- gegen die übrigeilkatholischen Fürsten: so würde er den frühzeitigen Abfalldieses Bundesgenossen dadurch verhütet haben. Allein wirhalten dies Raisonnement für unrichtig und können nichtumhin hier eine Bemerkung einzuschalten die für uns einerder wesentlichsten Grundsätze der Kriegskunst ist. VollVertrauen auf Lehrsätze welche man sich in Augenblickender ruhigen Überlegung aus der Natur der Sache odereiner Menge von Erfahrungen abstrahirt hat, muß manes sich nie erlauben denselben im Augenblicke des Handelnsix 4