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übergab. Er verfolgte dann seinen Marsch über Schweinfurtund kam den -1. Oktober vor Würzburg an. Das Schloßwehrte sich vier Tage; die Schweden eroberten es indemsie sich des halben Mondes bemächtigten, über die mitTodten bedeckte Zugbrücke drangen, das Thor sprengten,sich so den Weg in die Stadt bahnten und 800 Mannvon der 15,00 Mann starken Garnison niedermachten. Sieselbst büßten 200 Todte ein. Ungeachtet der gewaltsamenEinnahme wurde das Schloß nicht geplündert. GustavAdolph fand da einen zweiten sehr beträchtlichen Vorrathund Kriegsbedürfnisse aller Art, ansehnliche Gcldvorräthe,viel Silberzeug und andere kostbare Effekten. Das Schloßzu Würzburg wurde noch starker befestigt und der Königvon Schweden unterwarf sich von diesem Punkte aus dengrößten Theil Frankens, was ihm eine reiche Quelle vonHülfsmitteln darbot, weil es bis jetzt noch wenig vomKriege gelitten hatte.
Diese glücklichen und leichten Fortschritte in Franker»verdankte Gustav Adolph vorzüglich der klugen Mäßigungwelche er, für die Katholiken ganz unerwartet, mit demGlück seiner Waffen verband. Fast alle fränkischen Ständeunterhandelten mit ihm und setzten sich mit ihm auf den-selben Fuß auf welchem sie vorher mit der Ligue gestandenhatten; sie versprachen Subsidicn und Gustav Adolph ver-sprach sie zu beschützen und in ihren Rechten ungckranktzu lassen. Es wurden sogleich einige Regimenter in Frau-ken errichtet, und alles was von den Schweden besetztwar, mußte ihrem König den Eid der Treue leisten.
Die Nähe der schwedischen Armee nöthigte die StadtNürnberg sich von neuem für die Partei der Protcstan-ten zu erklären, und Ulm und Straßburg folgten ihremBeispiel.