71
Belohnungen und Strafen bei der Armee allein zu
ertheilen haben sollte.
Man hatte anfänglich die Idee nur noch 30,000 MannTruppen zu errichten; allein Wallcnstcin wollte nicht blosdas Gleichgewicht mit den Feinden sondern ein entschiede-nes Übergewicht in der Anzahl, um dadurch den Krieg ausden östreichischen Staaten in die der Feinde übertragen zukönnen. Es wurde daher beschlossen so viel Truppen zuerrichten als möglich sein würde.
Nach der gänzlichen Räumung von Wismar konntesich Fcldmarschall Tott mit seinem Clorps von 0800 Mannzur Unterstützung des Bischofs von Bremen wenden, woraufsich die Katholiken unter Reinacher aus dieser Seite bisStade zurückziehen mußten. — Banner war indessen nochimmer mit der Belagerung von Magdeburg beschäftigt.Er hatte eö damit doch so weit gebracht daß, trotz derSchwäche seines Corps die ihm nicht erlaubte die starkenAusfälle der Besatzung zu verhindern, durch die sie sichimmer wieder Lebensmittel und Verstärkung verschaffte,der Ort Ende Dezembers 1031 aus Äußerste gekommenwar. Der Graf Mansfeld versprach denselben zu über-geben wenn ihm mit der Garnison erlaubt sein sollte sichauf dem kürzesten Wege d. i. durch Sachsen nach Schle-sien zurückzuziehen. Da hierzu auch die Bewilligung desKurfürsten von Sachsen nöthig war, dieser sich aber inBöhmen befand, so wurde die Übergabe der Stadt dadurchetwas verzögert. Während Banner diese Jett anwandteMansfeld zu erobern, worin sich 110 Mann einige Tagewehrten und eine sehw ehrenvolle Kapitulation verdienten,hatte Pappenhe.im mit 1500 Mann cölnischcr Trnppmdie Besatzungen verschiedener Städte zu einem Corps, von8000 Mann vereinigt, welches sich täglich noch verstärkte