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Eine Defensivstellung hinter einem Fluß nehmen, kanneinen strategischen und einen taktischen Sinn haben-Strategisch ist er wenn man sich hinter den Fluß stellt,in der Absicht sich denselben hinauf und hinunter zu bewegenum auf den Punkt die gehörige Masse vou Truppen hin-zubringen wo der Feind übergehen will. Dies scheint nichtdie Absicht der Tillyschen Stellung gewesen zu sein. Tak-tisch stellt man sich hinter einen Fluß wenn der Fluß einenTheil der Stellung ausmacht- Im ersten Fall dientdie Stellung den Fluß zu vertheidigen, im letzten verthei-digt der Fluß die Stellung. Dies Letztere kann nun wie-der auf zwei Arten geschehen, entweder so daß dasüe lmlMe zwischen der Stellung und dem Fluß bleibt,daß man also aus der erster» in dem Augenblick hervor-bricht wo der Feind über den Fluß geht, und ihn angreiftehe er sich formirt hak; oder so daß der Fluß von derStellung aus durch ein wirksames Feuer, d. i. durch Kar-tätschen und Klein-Gewchrfcucr bestrichcn wird. Wähltman nicht mit deutlicher Einsicht eine von diesen beidenMaßregeln, bleibt man in der Mitte, so hat man halbe,d. i. schwache Maßregeln ergriffen. Dies scheint TillysFall gewesen zu sein; denn alle Schriftsteller halten sichdamit auf die Starke seiner Stellung zu beschreiben; indieser Rücksicht gehört sie in die zweite Klaffe taktischerDcfcnsivstellungen; Tilly aber ging aus ihr heraus umdie Schweden anzugreifen, in dieser Rücksicht gehört siezur ersten Klasse. Nach Gualdo ging Gustav Adolphnicht nur an zwei Orten über den Lech, sondern er sandteauch' seine Reiterei auf den Flügeln durch Furthen. Allediese und noch andere Unlständc die sich bei dem Lesen je-ner Begebenheit ergeben, deuten auf den Geist einer hal-ben Maßregel hin die Tilly hier ergriffen hatte.