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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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79
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- Gustav Adolph rückte den 10. April vor 'Augsburg/welches die Kaiserlichen sogleich verließen. Erst am 1-1.hielt er seinen Einzug, nachdem er den protestantischenEinwohnern durch eine Kapitulation ihre Rechte gesicherthatte *). Er ließ sich von den Einwohnern den Huldi-gungseid leisten. Nach einem Aufenthalt von mehrerenTagen **) ging Gustav Adolph den 20. nach Ingolstadt,wo sich die katholische Armee unter dem Kurfürsten vonBaicrn verschanzt hatte; er war hier einige Tage mit derBelagerung des Orts, der Kurfürst von Vaiern hingegenmit Unterhandlungen beschäftigt wodurch er den Könighinzuhalten suchte. Beide verfehlten ihren Zweck. DerKurfürst brach den 22. von Neustadt auf und ging nach

Gnaldo S. 143-

°°) Nach Chcnmitz geht Gustav Adolph am 6. April mit der Haupt-macht auf das rechte Lcchufer über und auf diesem in zwei Tagen (den 8.)nach Lechhausen vor Augsburg, während Torstmsohn längs des linkenUfcregleichzcitig in Oberhaus«! vor Augsburg erscheint.

Der Solist siiestois und Chemnitz geben den Abmarsch des Königsvon Augsburg bereits nun 13. April an. Dies ist nicht ganz wahrschein-lich i wenn der Tag des Einzugs am 14. richtig ist. Mag auch der größteTheil der Truppen bereits am 15. auf Ingolstadt abmarschirt sein(worauf sich auch die Stelle im Chcnmitz beziehen kann); der König ver-weilte wohl noch etwas länger, um den Huldigungscid durch seine Per-sönlichkeit fester zu begründen. Militairisch versäumte er dadurch nichts,dä er am 6. und 7. April nach dem Gefecht bei Raia die ohne Führererschütterte feindliche Armee uicht verfolgt hatte um sie zu vernichten.

Am 20. war die schwedische Armee aber bereits vor Ingolstadt und»ahm an diesem Tage eine kleine vorgelegte Schanze vor dem größer»Brückenkopf.

Die Angaben der Zeit, vielmehr aber noch die der gegenseitigen Stär-ken der Armeen in diesen Feldzügen sind in den verschiedenen Schriftstel-lern, die nicht gerade vvn einander abschrieben, oft so verschieden, daß mansich nicht leicht zurechtzufinden weiß. Nur ein sehr sorgsames kritischesStudium würde hier die Wahrheit, wenigstens annährcnd, ermitteln kön-»en; dazu fehlt es dem Herausgeber indeß an Zeit und Mittel».

D- Herausg.