Buch 
9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
Entstehung
Seite
81
JPEG-Download
 

81

veranlaßten ihn dem Herzog Wilhelm von Weimar dasKommando über mehrere Tausend Mann zur Beobachtungder Kaiserlichen und Baicrn auf dem rechten Ufer derDonau zu übertragen und sogleich mit der übrigen Armeegegen Donauwcrth zu rücken.

Anfangs Juni war der Kurfürst von Baiern zurVereinigung mit Wallenstein nach der Ober-Pfalz aufge-brochen und hatte den 7. Juni Sulzbach eingenommen.Gustav Adolph ließ nun, um Donauwerth, Rain undAugsburg noch 10,000 Mann unter dem Herzog Bern-hard von Sachsen-Weimar zurück und rückte dem Kur-fürsten nach *). Während dieser seinen Marsch nach Wei-den fortsetzte nahm Gustav Adolph Sulzhach und Ambergden 13. Juni wieder ein. Er versuchte es den Kurfürstenzum Stehen zu bringen, um ihm vor der Vereinigungmit Wallenstein noch eine Schlacht zu liefern, allein ererreichte seinen Zweck nicht, denn der Kurfürst setzte seinenMarsch auf Tirschenreuth fort, und Wallenstein sandteihm Kavallerie entgegen welche die Vereinigung erleichterte.

Wallenstein hatte Don Balthasar de Maradas mit8000 Mann in Böhmen gegen die sächsische Grenze zu-rückgelassen und war über Eger nach der Ober-Pfalz ge-rückt. Nach der Vereinigung der Baierschen und Östreichi-schen Macht belief sich das Heer derselben auf 60,000Mann. Anfangs war Gustav Adolph ungewiß über dieRichtung welche Wallenstein scinemOpcrationcn geben würde,ob er uach Franken oder nach Sachsen, welches von die-

*) Herzog Bernhard, und Banner lösren den Herzog Wilhelm vonWeimar in diesem Kommando ab und nun rückte der König (nach Chcm-nitz) mit einem Umweg über Nürnberg dem Kurfürsten nach-

D- Herauög.

6

ix