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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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ser Seite ganz offen war, weil die sächsische Armee in derLausitz und Schlesien zu thun hatte. Gustav Adolph de-tachiere deswegen auch den Oberst Haubold mit 4000 Mannnach Sachsen, um die sächsische Armee zu verstärken. Alleinder Marsch Wallensieins über Tirschcnrcuth auf Sulzbachzu, hob diese Zweifel bald, und veranlaßte den König sichden 16. Juni gegen Nürnberg (Heersbrück) zu wenden,um daselbst mit seiner kleinen nur noch etwa 16,000 Mannstarken Armee ein festes Lager zu wählen.

Diese Idee ist originell und nach den gewöhnlichenBegriffen sogar paradox. Da Gustav Adolph in Barernund Schwaben eine Macht von vielleicht gegen 20,000Mann hatte, so schien es viel natürlicher sich auf diesezurückzuziehen als mit einer so unverhältnißmäßig schwachenArmee, eine große Stadt wie mit einer chinesischen Mauerumgeben zu wollen, wodurch man sich nach unsern gewöhn-lichen Begriffen nicht nur einer unausbleiblichen Hungers-noth aussetzt, sondern auch unfähig zum kräftigen Wider-stand wird. Allein es giebt, die Sache nicht nach herge-brachten Gemeinsprüchen abgemacht, doch noch Gründewelche den König auch vor dem kältesten Richter mehroder weniger entschuldigen werden. Erstens wäre dies dieerste retrograde Bewegung Gustav Adolphs wahrend seinesganzen deutschen Krieges gewesen und er fürchtete vielleichtmit Recht die nachtheilige Einwirkung davon auf dieStimmung des Heeres und des Landes.; zweitens hätte erNürnberg mit seinen großen Schätzen Preis geben undsein Wort, es zu schützen, brechen müssen; drittens würdeer sich sehr weit von dem ganz offenen Sachsen entfernthaben; viertens ließ die Menge der Lebensrnittel welchesich in Nürnberg befanden nicht leicht den Hunger fürch-ten; fünftens war die zahlreiche Bürgerschaft, die 30,000