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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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den trotz seiner Überlegenheit nicht angriff, liegen offenbarin der Zweideutigkeit seines Eifers für die Sache desKaisers. Er rechnete darauf Gustav Adolph durch Deta-chements seiner zahlreichen Kavallerie so sehr von dem stachenLande abzuschneiden, daß er schlechterdings aus den Vorrä-then der Stadt leben müßte; dann würde der Hunger,meinte er, den König von Schweden biegsamer und zurUnterhandlung geneigter machen, und Wollenstem hattejetzt überhaupt, wie die Katastrophe seines Lebens lehrt,mehr Lust zu unterhandeln als entscheidende Schlage zuführen. Durch eine gänzliche Besicgung der Feinde Öst-reichs war er schon einmal in den Fall gekommen seiltepolitische Existenz zu verlieren; er wollte also jetzt nichtblos siegen sondern auch Frieden stiften wie es ihm giltdünken würde.

Irr den ersten sechs Wochen, da beide Artnecn einan-ander gegenüber standen, machte Wallenstein einen kleinenVersuch, einen für schwach gehaltenen Punkt des schwedi-schen Lagers anzugreifen, welcher zwar mißlang aber nichtmehr als 300 Mauu kostete. Im freien Felde schlug mansich häufig auf das hartnäckigste um den Besitz der Fou-rage herum, wobei es auffallend ist daß die SchwedengrößtentheilS Sieger waren. Die wichtigste Unternehmungdieser Art war die Wegnahme und Vernichtung eines be-trächtlichen östreichischen Magazins zu Freistadt, welche dieSchweden den 29. Juli glücklich bewerkstelligten.

Während dies in Franken geschah uud ehe noch diebeiden großen Armeen sich mit ihren entsandten Corps ver-einigten, führten Liese den Krieg in Schwaben, am Mittel-Rhein und Main, am Ober-Rhein, in Sachsen und Schle-sien, in Nieder-Sachsen, Hessen und Westphalen, ohnegroße Erfolge fort.