die Donau ging. Rain hatte sich nur einige Tage gehal-ten, Gusiav Adolph machte daher sogleich Anstalten es wie-der zu nehmen und nöthigte den Feind den 30. Septemberzu kapitulircn. Der Oberst Mitschcfal der es von Seitender Schweden so schlecht vertheidigt hatte, wurde den5. Oktober deswegen enthauptet.
Wallenstcin hatte seinen Marsch den 24. Septembernach Bambcrg fortgesetzt, wo er sich von dem Kurfürstenvon Vaiern trennte, der seinen Marsch nach Vaicrn rich-tete, wahrend Wallenstein noch einige Zeit im Bamberg-schcn blieb, nachdem er alles aufgezehrt hatte nach demCoburgschen fortrückte und den 27. September Coburgselbst einnahm*).
Gustav Adolph der den Krieg gern in das südlicheDeutschland gespielt hätte, wollte Ingolstadt belagern unddann durch Baicrn nach Östreich gehen. Mein da Wal-lcnstcin auf diese Diversion nicht achtete und seinen Marschgegen den Kurfürsten von Sachsen fortsetzte, so fand Gu-stav Adolph es doch nicht rathsam bei diesem Plane zubeharren und das nördliche Deutschland aufzuopfern umim südlichen Eroberungen zu machen. Denn wenn gleichdie Einwohner Östreichs, voll Unzufriedenheit mit demKaiser, ihm die Hand boten und der Belagerung Wiensam Ende keine großen Schwierigkeiten im Wege gestandenhaben würden, so mußte sich der Blick doch auf an-dere Gegenstände richten. Die Eroberung Wiens würdedoch den Krieg nicht gradczu beendigt haben und wahrendGustav Adolph sich hier so sehr in seinen Operationen ver-
°) Er nimmt nur die Stadt ein; auf das Schloß, das Tnpadcl(wahrscheinlich Tanpadel) vertheidigt, macht er einen"lebhaften Angriff,der ihm über 500 Todte kostet (Chcmnitz). D. Herauög.