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Dadurch wurde die große Straße nach dem nördlichenDeutschland frei, welche Wollenstem veranlaßt sein konnteeinzuschlagen im Fall es Gustav Adolph gelänge stch mitseinen Alliirten zu vereinigen ohne vorher eine Schlachtgewagt zu haben. Alsdann würde er nämlich vielleicht ei-nen Versuch gemacht haben, den Krieg nach Westphalenund Nieder- Sachsen zu spielen, wodurch er von den öst-reichischen Erbstaaten entfernt und wobei WallcnsteinS Pri-vatintercste am besten befriedigt wurde. — Bei Halle warPappcnheim übrigens der Hauptarmee nahe genug, umsie in einer Schlacht unterstützen zu können *).
Die Sachsen standen damals 16,000 Mann stark ander Elbe und hatten, besorgt vor der Übermacht Wallcn-steinö erdrückt zu werden, es nicht gewagt, sich von diesemFluß zu entfernen.
Wollenstem hatte bei Wcißcnfels ein Bcobachtungs-Corps zurückgelassen, zwei andere aber bis Altenburg undZwickau vorgeschoben.
Während Pappcnheim die Morizburg bei Halle bela-gerte, erhielt Wollenstem Nachricht von der Annäherungdes Königs und befahl Pappcnheim sogleich zurückzukehren.Er selbst ging mit der Armee den 5. November bis
') Diese Airsicht ist unstreitig die beste welche man von PappenheimsDetachemcnt haben kann- Sie ist aus Hartes Leben Gustav AdolphsTh. 3. S- -W4. der deutschen Übersetzung gezogen und stimmt am bestenmit allen übrigen übcrein. Die meisten sagen, Pappcnheim sollte an dieWeser gehen um von da aus Cöln zu entsetzen; Chemnitz sagt gar nichtsvon der Weser; Kcvcnhüllcr aber behauptet, er sollte sein Corps bei Hallestehen lassen und nur mit einigen Regimentern Kroaten an die Weser ge-hen. Nach der obigen Ansicht konnte allerdings von einer DctachirungPappenheims die Rede sein um Cöln zu entsetzen, aber nur nicht, ehe dieHauptarmee Lber-Sachsen verlassen haben würde.