169
des Gefechts von Mergentheim. Die Baiern gehen überdie Donau, bis dahin folgen die Franzosen, dann nehmensie Nördlingen und wenden sich hierauf zur Einnahme vonDünkelsbühl. Ebenso hatten sich die Baiern nach demSiege bei Mergentheim gegen Germersheim gewendet, wäh-rend Turenne nach Hessen marschirt war. Es ist als obdie Armeen, wenn sie gegeneinander gestoßen hatten, wieein paar Billardkugeln absprangen.
§. 4 -
(1646.) 10. Den Zweck der Schlachten siehtman aus Turenncs Worten: „weil nur der wesentlichste„Nutzen der Siege ist, ein Land zu gewinnen, wo man„gute Quartiere hat und seine Armee vermehrt, indem„man die feindliche mindert und diese nach kleiner Ge-„duld unvermerkt schmelzen sieht" u. s. w.
11. Die Stärke der Armeen 1646 in Schwa-ben war: die Ostreiche«: und Baiern 14,000 Mann Ka-vallerie, 10,000 Mann Infanterie, 60 Kanonen. DieSchweden 7000 Mann Infanterie, 7000 Mann Kaval-lerie und 60 Kanonen, dazu etwa 8- bis 10,000 Mannfranzösische Truppen unter Turenne, deren Waffenverhaltnißnicht angegeben ist.
12. Die Folge der strategischen Bewegun-gen laßt sich einigermaßen nach den Punkten schätzen,welche die Armeen durchlaufen haben.
Turenne hatte z. B. 1645 seine Winterquartiere inLothringen, ging oberhalb Philippsburg über den Rhein,hatte das Gefecht von Mergentheim (Maricnthal) an derTauber, ging nach Hessen-Cassel zurück, dann über Aschaf-fcnburg, die Bergstraße, Ladenburg, Wimpfen, Rochen-burg an der Tauber, Dünkelsbühl, Nördlingen, wiederüber Dünkelsbühl, Heilbronn, schwäbisch Hall, Philipps-