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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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Tausend Lothringen. Sie sind also etwa 35,000 Mannstark. Sie wollen nicht an den Nieder-Rhein um denHolländern unmittelbar zu Hülfe zu kommen/ sondern aufCöln. Aber da sie hören / daß Turcnnc mit einer Armeeüber den Rhein gegangen ist/ die das Gerücht vermuthlichviel stärker gemacht hat/ als sie war und zu der auch nochmünstersche und kölnische Truppen stoßen konnten/ so wol-len sie dieser Macht ausweichen und wenden sich daher derKurfürst über Fritzlar und Gießen/ Montecuculi über Hcrs-fcld und Fulda nach Bergen / in der Gegend von Frank-furt, wo sie sich vereinigen.

Turenne hält diesen Marsch nur für eine Demon-stration, um ihn an den Ober-Rhein zu ziehen und sichdann zwischen ihn und die Holländer zu werfen. Er istden 10. September über den Rhein gegangen, bis in dieGegend von Essen und Dortmund, um den Stoß aufCöln zu parircn. Sobald die Verbündeten nach der Ge-gcgcnd von Frankfurt gehen, geht er nach Mühlheim anden Rhein zurück, diesen Fluß hinauf bis nach Linz undmit der Avantgarde bis nach Nassau, wo dieselbe mitein Paar Hundert brandcnburgischcn Reitern zusammentrifft,und schlägt unterdessen bei Andernach eine Brücke, die erauf beiden Seiten befestigt. Merkwürdig ist es, daß derKurfürst sich in einem Schreiben an Turenne über diefeindselige Behandlung seiner Truppen beklagt. Ludwig XIV.hat große Besorgnisse wegen Elsaß und zugleich wegenLothringen, dessen Herzog von ihm vertreiben worden istund dessen Einwohner sich unruhig bezeigen. Er versam-melt eine Armee bei Metz unter Conde, welche 18,000Mann stark werden soll, in der That aber nur bis auf0000 Mann gebracht werden kann. Der Kurfürst undMontecuculi verlieren vier Wochen Zeit am Main, gehen