Behutsamkeit gehandelt. Er ließ mit einem Theil seinerKavallerie die deutsche Armee verfolgen, die sich in zweiMärschen, also sehr übereilt, bis Frankfurt zurückzog,wobei sie natürlich viel Leute einbüßte, obgleich der OberstDüncwald welcher ihr Hauptpartcigängcr war, der franzö-sischen Spitze in einem gelegten Versteck einen Verlust bei-brachte. Turcnne selbst folgt bis halben Wegs und kehrtdann an den Neckar zurück. Es war also auch dieserzweite Versuch Turenneö, dem Gegner, vor seiner Verei-nigung mit seinen Hauptstreitkräften, eine Niederlage beizu-bringen, nur von einem sehr mäßigen Erfolge begleitet,der gar nicht in Betrachtung kommen würde, wenn dieVerbündeten später ihre Überlegenheit zu einem entscheiden-den Schlage gebraucht hätten, der aber freilich in einemFeldzuge, wo fast nichts geschah, schon für etwas zahlenkonnte. Diesmal bleibt Turenne vierzehn Tage bei Laden-burg am Neckar stehen, während die Deutschen bei Frank-furt sind, ohne daß diefelbcn Gründe, welche ihn früherbewogen, über den Rhein zurückzugehen und die noch vor-handen waren, berührt wurden; vielmehr will er nun dieFourage in jener Gegend grade aufzehren; ja was nochmehr ist, als er sich Ende Juli wieder über Philippsburgauf das linke Rhcinufcr zurückzieht, läßt er sie sogar überallzwischen dem Neckar und Rhein den Landsturm wegneh-men; welches die Veranlassung zu einer großen Erbitte-rung des Landvolks und dann wieder zum Abbrennen meh-rerer Dorfschaften von Seiten der Franzosen wird unddann die bekannte Herausforderung des Kurfürsten zurFolge hat.
Nachdem Turenne über den Rhein zurückgegangen ist,geht er bis in die Gegend von Landau, die Deutschen aberrücken auf dem rechten Rheinufcr ins Darmsiadtsche vor.