greifen. Um diesen vorgeschobenen Posten schlagt mansich den halben Tag, die Franzosen kommen in den Besitzund ein Versuch, welchen die verbündete Kavallerie unter'deß auf das französische Centrum macht, mißlingt. DieFranzosen haben überhaupt 8 Geschütze*) genommen. Beidiesen Vortheilen laßt es Turenne nicht nur, bewenden,ohne sich zum Angriff der wirklichen feindlichen Stellungzu entschließen, sondern er zieht sich auch noch mit Ein-bruch der Nacht hinter die Brcusch rc. zurück. Eben soziehen sich die Verbündeten hinter die III zurück. DieSchlacht war also kaum als ein Sieg der Franzosen zubetrachten; man kann sie unentschieden nennen, und manmuß sie strategisch für die Franzosen verloren erklären, insofern die Verbündeten dadurch nicht gezwungen wordensind, über den Rhein zurück zu kehren, sondern sich mitdem großen Kurfürsten nach acht Tagen wirklich auf demlinken Ufer vereinigten.
So würden die strategischen Verhältnisse dieses Tref-fens erscheinen, wenn wir dasselbe mit dem Maßstabeunserer Kriege messen wollten. Aber bei den engen, klei-nen, beschränkten Verhältnissen der damaligen Kriege, kannman die strategischen Folgen desselben nicht als Null be-trachten. Das Gefecht war unstreitig zum Nachtheil derDeutschen ausgefallen, sie hatten 8 Geschütze verloren, einefür die damalige Zeit nicht unbedeutende Trophäe; daskonnte auf Heer und Feldherrn nicht ohne Eindruck blei-ben und hat wahrscheinlich die Unentschlosscnhcit und Zag-haftigkeit zum Theil hervorgebracht, in der die Verbünde-ten den übrigen Theil des Fcldzugs zugebracht haben. Vonder andern Seite sieht man, wie sich die Dinge unter den
*) Nach Quiiicy Mie 7 Geschütze.
D. Herausg.