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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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und eilt Anfangs Mai mit feinen ersten Truppen nachStraßburg in der Hoffnung, den Franzosen in Versamm-lung ihrer Armee zuvorzukommen und so den Übergangvon Straßburg zu gewinnen. Mit dieser Stadt hat esnämlich bis zur Zeit, daß die Franzosen fie in Besitz neh-men (1681) immer die wunderbare Bewandniß, daß dieDeutschen sich ihrer Brücke bedienen dürfen, wenn die fran-zösische Armee selbst nicht in der Nahe ist. Dann zwingtnämlich die äußerst deutsch-gesinnte geringere Volksklasseden Magistrat seine Neutralität zu brechen, und den Über-gang zu gestatten. Ist aber die französische Armee in derNähe, so haben Magistrat und Volk zu viel Furcht.Montecuculi kommt also den 16. Mai mit seiner Avant-garde bei Oberkirch, Straßburg gegenüber an. Aber ermacht nicht sogleich einen Versuch zum Übergang, sondernwartet die Ankunft seiner übrigen Truppen ab, die biszum 20. zu Willstädt eintreffen. Von französischer Seitesammelt der Marquis Vaubrun die Armee bei Schlettstadtund Turenne eilt selbst herbei, um den Übergang vonStraßburg zu verhindern, er trifft den 22. Mai in Schlctt-stadt ein und sendet sogleich einen seiner Leute nach Straß-burg hinein, um seine Anwesenheit zu verstehen zu geben.Den 23. steht er mit seiner Kavallerie vier Stunden vorStraßburg. Die Ankunft Turenncs hatte die erwarteteWirkung. Die Straßburgcr wagen es nicht, ihre Brückeherzugeben und Montecuculi, dem es sehr darum zu thunist hier den Rhein zu passtren, weil ihn das in den obernElsaß führt und weil er in Straßburg sich mit Lcbcnö-mitteln sehr gut versorgen kann, beschließt nun die fran-zösische Armee durch eine Demonstration von Straßburgwegzuziehen. Er bricht den 21. Mai nach Philippöburgauf, als wolle er diesen Ort belagern, und läßt zugleich