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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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221
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Augenblicklichste, Individuellste alles Übrige be-herrschen kann.

Ohne die Gegend selbst unter Augen zu haben, undselbst wenn man sie unter Augen hätte, nach so langerZeit, wo sich so vieles Topographische ändert, ist es nichtmöglich sich diese Aufgabe noch ganz wieder zu lösen.Selbst die Einrichtungen der Heere, die Art zu fechten,die KriegSgcwohnhciten der Zeit müßte man deutlich vorsich sehen, oder mit andern Worten man müßte sich gradczubei Turcnncs Armee befunden haben, um alles genügendzu begreifen. Indessen sieht man wohl ein, daß die spe-zielle Ortlichkeit der Wege, welche er und welche seine Geg-ner zu durchlaufen hatten und des Terrains, welches beidetrennte, so viel sichernde Umstände für Trimme gegebenhaben können, daß die Gefahr, auf einem Punkt von sei-ncm Gegner erdrückt und auseinander gesprengt zu werden,wirklich nicht groß gewesen sein mag-

Der Weg Turenncs von seinem rechten Flügel biszu seinen linken war allerdings merklich gerader und alsokürzer, als der den Montecuculi zu machen hatte; er konnteauch viel besser und gänzlicher sein und dem französischenFeldherrn dadurch ein sehe bedeutender Zcitvorsprung bleiben.Das Terrain zwischen beiden Armeen, obgleich nur einPaar Stunden breit, war auf dem rechten Flügel derFranzosen durch die Unditz, große und kleine Schütter, inder Mitte durch die Kinzig und auf dem linken Flügeldurch die Holchcn und Rcnchcn, durch andere Graben,Bäche, Moräste, Wälder und Wiesen durchzogen; das al-les mochte einen großen Schutz und eine Sicherheit ge-währen, die man jetzt gar nicht mehr schätzen kann. Daalle historischen Nachrichten über diese näheren Umständeganz schweigen, so muß man sich hier mit Vorausfttzun-