entfernen. Voufstcrs bleibt Anfangs zwischen der Maasund Sambrc, um Hcnncgau zu decken und folgt dannLuxemburg in die Gegend von Soignics.
Wilhelm III. hat den größten Theil des Juli beiGenappe gestanden und ist den 1. August nach Hall ge-gangen. Er hat die Absicht Luxemburg anzugreifen, ob-gleich derselbe mit Boufffers 100 Bataillone und 266 Schwa-dronen stark und folglich den Verbündeten bedeutend über-legen ist. Der König hoffte durch einige Demonstrationen,die er gegen die Maas auf der einen Seite und gegendie Linien auf der andern machen ließ, Luxemburg zumDctachiren zu vermögen. Die Gegend von Enghicn, min welche Luxemburg gerückt war, ist dem Gebrauch derKavallerie nicht günstig. Der König glaubte, wenn erseinen rechten Flügel bei Steenkerke mit seiner ganzenInfanterie angriffe, vielleicht auf diesem Punkt durchzurin-gen. Der Angriff erfolgte den 3. August; das Gefechtwar äußerst blutig, wurde aber von den Franzosen abge-schlagen. Die Verbündeten verloren 10,000 Todte undBlcsstrte, 1300 Gefangene und 10 Kanonen. Der Ver-lust der Franzosen bclicf sich auf 7000 Mann.
Nach der Schlacht nahmen beide Theile wieder ihrealten Lägcr ein und blieben etwa acht Tage darin stehen;dann schieben sie sich langsam in der zweiten Hälfte desAugusts an die Lys, Wilhelm III. bei Deinse und Luxem-burg bei Courtray.
Ende Augusts muß Luxemburg einige 20 Schwadronennach Italien absenden und Anfangs September rückt Bouf-flers mit 60 Schwadronen an die Maas ab, weil Lud-wig XIV. findet, daß die zahlreiche Kavallerie in demwestlichen Flandern nicht zu gebrauchen ist. Er soll mitdieser Macht eine Diversion an der Maas machen, Con-