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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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§. 13.

Die Schlacht von Stcenkcrke.

1. Die Schlachtordnung der Franzosen war, die Ka-vallerie auf den Flügeln, die Infanterie in der Mitte,alles in zwei Treffen; so stand die 100 Bataillone und266 Schwadronen starke Französische Armee in einer fastzwei Meilen Ausdehnung habenden Stellung in einemhöchst durchschnittenen Terrain. Es konnte also nicht voneinem gewöhnlichen Frontalangriff und Gefecht die Rede sein.

Wilhelm III-, ein Paar Meilen davon, bei Hall ge-lagert, beschloß den rechten Flügel der Franzosen, welchersich an die Senne anlehnte, bei dem Dorfe Steenkcrkemit Infanterie anzugreifen. Er hatte gehofft durch einigeDemonstrationen die er gegen Namur und Dünkirchcn ge-macht hatte, den Herzog von Luxemburg zu veranlassen,sich durch DetachcmcntS zu schwächen; er hoffte auch noch,indem er sich eines entdeckten Spions bediente, welcherdem Herzog von einer Fouragirung schreiben mußte, dieseneinzuschläfern und ihn dann zu überfallen. Dazu schienihm der Angriff auf einen Punkt mit unbeträchtlicherFront am geschicktesten, weil man da wenig Zeit braucht,sich in Schlachtordnung zu stellen. Die Kavallerie konnteohnehin wegen des durchschnittenen Bodens nicht gebrauchtwerden. Wilhelm III. dachte sich also, den Stoß aufden rechten französischen Flügel mit voller Gewalt zu füh-ren, so ein Loch in die französische Schlachtordnung zumachen und sie vom rechten Flügel aufzurollen, ehe sie nurrecht zur Besinnung kommen konnten.

Der König führte also seine Infanterie in vielenTreffen hinter einander, davon das erste eine Breite von18 Bataillone hatte, längs der Senne gegen Steenkerke