Vierter Abschnitt.
Der Feldzug von 1693.
§. 14 .
Übersicht des Feldzuges.
(1693.) Die französische Armee in den Niederlandenbestand aus 132 Bataillonen und 276 Schwadronen. Außer-dem noch in den Linien von der Scheide bis zum Meerunter la Valette 4 Bataillons und 16 Eskadrons, und imLuxemburgischen 4 Regimenter Kavallerie oder Dragonerunter d'Harcourt. Die Armee der Verbündeten scheintetwa aus einigen 90 Bataillonen und 170 bis 180 Schwa-dronen bestanden zu haben.
Ludwig XIV. wollte mit einem Theil dieser Armeedie Plätze an der Maas angreifen, nämlich Huy und Lüt-tich, während Luxemburg mit dem andern Theil die Bela-gerung decken sollte. Er wählte diesen Gegenstand weiler die großen niederländischen Städte Brüssel, Löwen sichnicht anzugreifen getraute. Er fürchtete es würde dortan Fourage und Lebensrnitteln fehlen, der Transport derZufuhren, welcher in dieser Zeit sehr beschränkt war, großeSchwierigkeiten haben, und am Ende auch die Berennung,ehe der Feind sich mit seiner Armee davor stellen konnte,schwierig sein. Mit einem Wort er fand, daß diese Städtezu tief zwischen der feindlichen Macht hinein lagen, umeinen unzweifelhaften Erfolg zu versprechen; unzweifelhaftaber sollte alles sein, was er unternahm, und man sieht,daß seine Eitelkeit ganz besonders darauf bedacht war,die französischen Waffen vor jedem Unfall zu bewahren.