259
zösischcn Feldherrn ohnehin einen Abscheu vor diesen Linienhatten. Um aber seinen Gegner für das Detachcinent z„bestrafen, beschloß er sich unverzüglich gegen Huy zu wenden.Den 19. Juli wurde dieser Ort von einem Theil seinerTruppen und dem Corps von d'Harcourt eingeschlossen undschwach besetzt und schwach an Werken wie es war, fieles schon den 23. Hierauf rückte Luxemburg in die Ge-gend von Lexhy zwischen Huy und Lüttich, um diesen letz-ten Ort, wo man allenfalls einen Aufstand erwarten konnte,in dieser Beziehung zu versuchen. Allein der König hattedie Besatzung des verschanzten Lagers verstärkt, die unru-higen Köpfe waren nach Mastricht geschickt und der An-,griff des verschanzten Lagers selbst schien dem Marschallzu viel Schwierigkeiten darzubieten, er beschloß daher lie-ber einen Angriff auf die verbündete Haupkarmec zu ver-suchen. Diese hatte sich untcrdcß zwischen Tirlemonk undSt. Tron gelagert, mit dem Rücken gegen die kleine Gelte,wie das in der damaligen Zeit ganz allgemein üblich war.Sie befand sich in diesem Lager im Rücken des franzö-sischen Heeres, welches Front nach Lüttich machte, und dieseWunderlichkeit ist gleichfalls ein Vorkommen der gewöhn-lichsten Art.
Die Hauptursache warum sich Luxemburg zu einerSchlacht entschloß war, wie die Ilistoire milituire clesagt, um das Gleichgewicht der Waffen wiederherzustellen, welches so zu verstehen ist: daß die Verbün-deten durch ihren Einbruch in die französischen Linien ei-nen Vortheil erhalten hatten, welchen die französische Ei-telkeit nicht ohne Vergeltung lassen konnte. Es wurde alsoein Sieg oder sonst ein ehrenvolles Gefecht nöthig, um dasmoralische Gleichgewicht wieder herzustellen.
Man sieht also hier eine Aufmerksamkeit auf das
17 *