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9 (1837) Strategische Beleuchtung mehrerer Feldzüge von Gustav Adolph, Turenne, Luxemburg und andere historische Materialien zur Strategie : hinterlassene Werke / des Carl von Clausewitz
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neu auf beiden Seiten gleich stark an, so bestand die fran-zösische Armee aus ungefähr 54,000 Mann Infanterie,die Verbündete aus 37,000, die Französische aus 29,000Mann Kavallerie, die Verbündete aus 20,000. DieFranzösische also überhaupt aus 83,000, die Verbündeteaus 57,000 Mann und obgleich die Ilisloire mililairocle I?lgn(Il-6 sehr auf die Schwäche der französischen Ba-taillone und Schwadronen hinweist , so ist mau doch be-rechtigt jenes Verhältniß als ziemlich wahr gelten zu lassen, da Ouinci eingestcht, daß die französische Armee derVerbündeten um ein Dritthcil überlegen gewesen wäre.

Das Wesen dieser Schlacht ist ein sehr hefti-ges zehn Stunden langes Infanteriegcfccht um die DörferLaer und Nccrwinden. Hier schlagen sich zwei Drittheilebeider Infanterien mit abwechselndem Glück und successiverVerstärkung beider Theile. Da beide Theile an Infan-terie keine Reserven hatten, so wurde natürlich das Cen-trum davon ziemlich entblößt und nun hatte also Wil-helm III. zur Vertheidigung seiner zusammenhangendenFrontverschanzungslinie keine geeignete Waffe mehr. Dennfür eine Stellung von zwei Stunden Ausdehnung konn-ten natürlich die 91 Geschütze nicht alles thun. Die Fran-zosen sahen wie die Verbündeten nach und nach ihr Fuß-volk aus dem Centrum wegnahmen ,, um ihren rechtenFlügel zu verstärken, sie machten also mit ihrer noch übri-gen Infanterie des Centrums, einen Angriff auf die Li-nien, die sie auch ohne Schwierigkeit nahmen. Nun warvon Seiten der Verbündeten auf einen erfolgreichen Wi-derstand natürlich mcht mehr zu rechnen, denn die Wir-kung der französischen Corps war conccntrisch, die Ord-nung der Verbündeten war gestört uud das französischeFußvolk war den Verbündeten um ein Dritthcil überlegen.